Segeln olympisch

Die Segel-Nationalmannschaft in der Nahaufnahme

Vor dem ersten Startschuss zur europäischen Saison der Olympiasegler trainiert das German Sailing Team vor Mallorca. Dabei entstanden sehenswerte Bilder

Tatjana Pokorny am 06.03.2019
German Sailing Team
German Sailing Team/Lars Wehrmann

Der Startschuss zur 50. Auflage des Regatta-Klassikers Trofeo S.A.R. Princesa Sofía fällt am 1. April. Zum Scherzen aber sind weder die deutsche Segelnationalmannschaft noch sämtliche Stars des olympischen Segelsports vor Ort. Im vorolympischen Jahr wird es für die Leistungssportler in nationalen Ausscheidungen, Olympia-Qualifikationen und Titelkämpfen zur Sache gehen. Kein Wunder, dass die Jubiläums-Edition des traditionellen spanischen Saisonauftakts einmal mehr die Besten auf die Balearen lockt. Ihre Comebacks feiern der fünfmalige olympische Medaillengewinner und Doppel-Olympiasieger Robert Scheidt aus Brasilien im Laser (YACHT online berichtete) sowie die neuseeländischen 49er-Olympiasieger und America's-Cup-Verteidiger Peter Burling und Blair Tuke. In beiden Disziplinen blicken die Konkurrenten dem ersten Auftritt ihrer ehemaligen Dominatoren nach längeren Pausen mit Spannung entgegen.

German Sailing Team

Die Berliner Miami-Sieger in ihrem Element: Deutschlands erfolgreichste 49er-Crew mit Steuermann Erik Heil und Vorschoter Thomas Plößel, Bronzemedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro

Die deutsche Segelnationalmannschaft startet nach dem gelungenen Saisonauftakt vor Miami selbstbewusst in Europas erste große Regatta des Jahres. Mit drei Medaillen in gut besetzten Feldern hatten die deutschen Kadersegler in den USA erste glänzende Ausrufezeichen setzen können und wollen jetzt nachlegen. Die Trofeo Princesa Sofía gilt als Trendbarometer für die Leistungsstände der Aktiven.

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Ungewöhnliche Perspektive: Theres Dahnke und Birte Winkel auf ihrem 470er im Balearen-Revier

German Sailing Team

Gute Laune bei den deutschen 49er-Seglern unter dem blauen Himmel über der Bucht von Palma de Mallorca: Max Stingele und Linov Scheel

Neu ist auch, dass die 470er-Flotte der Männer mit Blick auf die olympische Zukunft erstmals für Mixed-Teams geöffnet wurde. Ein Jahr vor der Olympia-Regatta im japanischen Revier von Enoshima, wo noch in Männer- und Frauen-Flotten um Medaillen gerungen wird, machen von der Möglichkeit kaum Crews Gebrauch. Allerdings schicken sowohl das German Sailing Team mit Teresa Löffler/Christopher Hoerr (Deutscher Touring Yacht-Club/Segelclub Breitbrunn am Chiemsee) als auch die Schweizer mit Chiara Valenti und Yann Schüpbach ein gemischtes Doppel ins Rennen gegen die Männer und läuten damit bereits die olympische Zukunft ein.

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49er-Vorschoter Max Boehme setzt im Wasser ein Zeichen

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Fotograf Lars Wehrmann scheute auch das 15 Grad kalte Wasser nicht, um solche Aufnahmen von den deutschen Seglern zu bekommen

Die Liste der deutschen Hoffnungsträger im Kampf um die Podiumsplätze und gute Platzierungen ist seit Miami länger geworden. Neben der starken und von den Miami-Siegern Erik Heil und Thomas Plößel (Norddeutscher Regatta Verein) angeführten 49er-Gruppe mit mindestens vier Crews, die aufs Podium segeln könnten, dem Laser-Steuermann und Weltranglisten-Dritten Philipp Buhl (Segelclub Alpsee-Immenstadt) sowie den 470er-Frauen Frederike Loewe/Anna Markfort (Verein Seglerhaus am Wannsee) und Fabienne Oster/Anastasiya Winkel (Norddeutscher Regatta Verein), die vor Miami Gold und Silber abräumen konnten, lauern weitere Mannschaften auf ihre Chance.

Dazu zählen die deutschen 49erFX-Seglerinnen Vicky Jurczok/Anika Lorenz, die sich vor Miami bei überzeugenden Leistungen nur aufgrund zweier Frühstarts um eine Medaille gebracht hatten, und ihre Teamkameradinnen Tina Lutz und Susann Beucke (Chiemsee Yacht-Club/Hannoverscher Yacht-Club), die nach langer Trainingsphase in den Wettbewerb zurückkehren. Auch die deutschen Nacra-17-Teams Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer (Kieler Yacht-Club) und Johannes Polgar/Carolina Werner (Norddeutscher Regatta Verein/Kieler Yacht-Club) haben sich für den Spanien-Start viel vorgenommen. Der junge Hamburger Nacra-17-Steuermann Silas Mühle hat mit Lena Stückl eine ehemalige 470er-Vorschoterin ins Boot geholt und will mit ihr vor Palma de Mallorca durchstarten. Einen gelungenen europäischen Saisonauftakt streben auch die Finn-Segler Max Kohlhoff (Norddeutscher Regatta Verein) und Phillip Kasüske (Verein Seglerhaus am Wannsee) sowie eine Reihe weiterer aufstrebender deutscher Starter an.

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Johannes Polgar und Carolina Werner sind rasant unterwegs auf ihrem Nacra 17

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Spaß am Leistungssport: die Nacra-17-Crew Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer

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Die Miami-Siegerinnen Frederike Loewe und Anna Markfort im 470er

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Eine artistische Spaß-Einlage der 470er-Seglerinnen Theres Dahnke und Birte Winkel

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Fotoshooting mit dem German Sailing Team zum Saisonstart 2019 auf Mallorca

German Sailing Team

Die 49er-Segler Max Stingele und Linov Scheel im Einsatz

Tatjana Pokorny am 06.03.2019

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