Regatta

Die Schönen

Ricarda Richter am 19.04.2016
ARC2014 James Mitchell startgate PetervonSeestermuehe (5) PR

Die Yawl "Peter von Seestermühe" will eine interne Klassikerwertung ausrufen

Die Schönen

Ganz im Gegensatz zur hochmodernen Class 40 steht die Spreizgaffelketsch "Senta", die ebenfalls bei der Pantaenius Rund Skagen an den Start gehen wird. 1928 bei den Deutschen Werken nach einem Entwurf von Max Oertz in Kiel gebaut, fungierte sie drei Jahre lang als Werftschiff, bevor sie von Heinrich Schmidt gekauft wurde. Seitdem befindet sich die "Senta" in Familienbesitz und wird inzwischen in der vierten Generation gesegelt.

Zwei Jahre in Folge gewann die Yacht den renommierten Schlimbach-Preis. Bis Mitte der Fünfziger nahm sie regelmäßig an der Rund-Skagen-Regatta teil. Jetzt soll diese Tradition auf Initiative von Isabelle Schmidt, Urenkelin des einstigen Käufers, wieder aufleben. Sie hat die Idee in der Familie aufgebracht und wird im Mai selbst mit an Bord sein, ihr Vater wird skippern.

"Wir sind schon viele Regatten mitgesegelt, aber lange nicht mehr so ausgedehnte wie Rund Skagen. Dabei ist das Schiff dafür ja eigentlich gemacht", sagt sie. Die acht Kojen werden sich 13 Crewmitglieder teilen – bestehend aus Familienangehörigen und Freunden. "Eigentlich haben wir keine großen Chancen, aber deshalb segeln wir auch nicht mit. Es geht uns vor allem darum, mal wieder dabei zu sein."

Direkter Gegner der "Senta" wird der "Peter von Seestermühe" sein, der auch auf der vorläufigen Meldeliste steht. Zu Zeiten als Flaggschiff des Akademischen Segler-Vereins in Kiel war die Yawl auf der Regatta Rund Skagen extrem erfolgreich. Ihr Eigner Christoph von Reibnitz ist auf ihr inzwischen zum vierten Mal dabei. Er tritt mit einem Mix aus Chartergästen und Stammcrew an. Doch so viel sei verraten: "Alle, die mitfahren, segeln dieses Schiff nicht zum ersten Mal. Acht von zehn Crewmitgliedern haben auf dem ‚Peter von Seestermühe’ schon einmal den Atlantik überquert", sagt Reibnitz.

Entsprechend hoch sind die Anforderungen an sich selbst. "Wir wollen schon am Ende vor der Ergebnisliste stehen und sagen können: ‚Schneller ging’s nicht.‘" Auch wenn die Yacht in der normalen ORC-Club-Wertung mitfährt, ist für Christoph von Reibnitz vor allem der Vergleich mit den anderen Klassikern entscheidend. "Es ist schön für uns, dass die 'Senta' wieder mit dabei ist und wir nicht als einziges Klassikerschiff an den Start gehen. … Sollten sich noch mehr melden, werden wir sicherlich auch eine interne Klassikerwertung ausrufen."

Noch liegt die "Peter von Seestermühe" an der Elbe und bekommt den letzten Schliff, bevor es ab Mai wieder ans Segeln geht. An Himmelfahrt wird sie schon einmal nach Helgoland fahren. Ob die Yawl am darauffolgenden Wochenende auch an den Nordseewoche-Regatten rund um die Insel teilnehmen wird, ist derzeit nicht entschieden.

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Ricarda Richter am 19.04.2016

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