Youth America's Cup

"Die Deutschen haben gute Chancen"

Doppel-Olympiasieger Roman Hagara, Sportdirektor Red Bull Youth America's Cup, hat das Next Generation Team Germany im Training beobachtet

Tatjana Pokorny am 01.11.2016
Next Generation Team Germany

Das Next Generation Team Germany beim ersten Training in der Bretagne

Das Next Generation Team Germany hat beim ersten Team-Training in Lanveoc bei Brest in der Bretagne einen wichtigen Schritt in Richtung Teilnahme am 2. Red Bull Youth America's Cup getan. Der Mannschaft um Steuermann Paul Kohlhoff ist es gelungen, den Sportdirektor des Red Bull Youth America's Cup zu beeindrucken. Doppel-Olympiasieger Roman Hagara verteilte nach seiner Stippvisite in Frankreich gute Noten an die aufstrebenden jungen Segler: "Die Deutschen haben aus meiner Sicht gute Chancen, zum Red Bull Youth America's Cup eingeladen zu werden. Wir schauen uns insgesamt 14 Bewerber an, von denen neben den sechs an die großen Cup-Teams gekoppelten Nachwuchs-Mannschaften Mitte Dezember weitere maximal zehn Teams von den ACEA-Organisatoren zum Red Bull Youth America's Cup eingeladen werden."

Next Generation Team Germany

Das Team war auch technisch gefordert

Eines davon wollen mit aller Macht die Deutschen sein. Dafür kämpfen sie an allen Fronten. "Das deutsche Team", so Roman Hagara, "hat sehr gute Einzelsegler. Da sind sie gut aufgestellt, haben viel seglerisches Potenzial. Auch vom Organisatorischen her hat's professionell ausgeschaut. Sie waren neun Segler, hatten einen Shore Manager und einen Coach dabei. Logischerweise fehlt ihnen noch ein wenig das Gefühl für das Teamgefüge mit dieser größeren Mannschaft. Daran müssen sie jetzt arbeiten, sie sind aber auf gutem Weg." Als Coach war der italienische Olympia-Teilnehmer und Foiling-Spezialist Pietro Sibello dabei. Shore Manager Fritjof Schade sorgte dafür, dass der gecharterter Katamaran vom Typ GC32 jederzeit für das zehnköpfige Team einsatzbereit war. Trainings-Sponsor Ralf Rohwer machte den Intensiv-Törn nach Frankreich möglich.

Next Generation Team Germany

Auf dem GC32 in bretonischen Gewässern im Einsatz: das Next Generation Team Germany

Das Next Generation Team Germany darf – in Abhängigkeit der Vorstellungen der weiteren 13 Bewerber – darauf hoffen, von ACEA zum 2. Red Bull Youth America's Cup eingeladen zu werden – die Voraussetzung, das Ziel zu erreichen und die deutsche Flagge 2017 während des America's Cup vor Bermuda setzen zu können. Dazu braucht es aber neben Engagement, Können und Einsatzwillen auch das notwendige Budget. Mit rund 45.000 Euro aus Eigenmitteln und ersten Spenden ist rund ein Drittel der benötigten Gelder beisammen. Jetzt trommelt das Team auf seiner Homepage weiter für Unterstützung aus der Segel-Gemeinschaft. 

Next Generation Team Germany

Das Geschoss bändigen und schnell machen – die Aufgabe der jungen deutschen Mannschaft

"Wir haben vor Brest trotz nicht ganz leichter optimaler Windbedingungen 40 intensive Wasserstunden absolvieren können. Das war Ziel Nummer eins. Wir sind motivierter denn je!", berichtet Paul Kohlhoff, "wir wollen die Initiative sein, die Deutschland zurück an die Weltspitze bringt. Wir haben die Ambition, neben unseren olympischen Aktivitäten und Plänen auch in anderen Bereichen Weltklasse zu sein."

Next Generation Team Germany

Das Next Generation Team Germany beim Training in Frankreich

Tatjana Pokorny am 01.11.2016

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