A-Cat-Weltmeisterschaft

Der Spielplatz der America's-Cup-Elite

Glenn Ashby bleibt der König der A-Cat-Klasse: In seiner Heimat Australien dominierte der America's-Cup-Sieger das prominente Feld, gewann Titel Nummer zehn

Tatjana Pokorny am 23.11.2018
A-Cat Weltmeisterschaft 2018
A-Cat Worlds / Emirates Team New Zealand

A-Cat-Weltmeisterschaft 2018: Der Australier Glenn Ashby gewann seinen zehnten Titel

Glenn Ashby hat in seiner Heimat den zehnten WM-Titel seiner großen Karriere geholt. Der America's-Cup-Gewinner mit dem Emirates Team New Zealand siegte in der australischen Hervey-Bucht mit neun Punkten Vorsprung vor dem stark aufkommenden Holländer Mischa Heemskerk. Teamkamerad, 49er-Olympiasieger und Volvo-Ocean-Race-Segler Blair Tuke aus Neuseeland segelte auf Rang drei und verwies damit seinen 49er-und Cup-Steuermann Peter Burling auf Platz vier. 

A-Cat Weltmeisterschaft 2018

Kam, sah und siegte zum zehnten Mal: A-Cat-Steuermann Glenn Ashby ist und bleibt der Klassenkönig

Ashby hat seinen erneuten Triumph bereits ein Rennen vor Ende der hochkarätig besetzten Serie sicherstellen können, konnte sich aber auch im Schlussspurt noch einmal gegen Burling und Tuke durchsetzen. Für die drei bekanntesten Segler des Emirates Team New Zealand war es eine gelungene Vorstellung in Down Under. Das Trio hatte sich zuvor gemeinsam intensiv auf die Welttitelkämpfe vorbereitet. Dass Ashby nicht zu schlagen war, hat er unter anderem sechs Siegen in neun Rennen, seinem perfekt vorbereiteten Boot und sehr viel Erfahrung zu verdanken.

Die Zwischenbilanz zeigte schon, wie viel Spaß den Teilnehmern diese Serie im Traumrevier der Hervey-Bucht bei allem Eifer auch gemacht hat

Seinen Erfolg erklärt Ashby aber auch so: "Wir imitieren das, was wir mit den America's-Cup-Katamaranen vor Bermuda gemacht haben..." Schon in der Woche vor der WM hatte Ashby bei der nationalen australischen Meisterschaft sein Können unter Beweis gestellt und sechs von sieben Rennen für sich entschieden. Dennoch zollte der Australier der Leistung seiner beiden neuseeländischen Cup-Helden Tuke und Burling viel Respekt: "Es ist wirklich interessant zu sehen, wie Pete und Blair diese Boote intuitiv gesegelt haben, nachdem sie ja vier Jahre nicht mit ihnen im Einsatz waren." Auch wertet Ashby den gelungenen WM-Einsatz des gesamten Teams als sehr gute Vorbereitung auf den 36. America's Cup: "Ich denke, dass es für uns ein fundamentaler Monat war, indem wir wieder in die Entwicklung von Highperformance-Booten eingestiegen sind. Und noch wichtiger: indem wir uns als Team in Richtung der Entwicklung unseres ersten neuen AC75-Bootes und weiter bis 2021 vorwärts bewegen."

A-Cat Weltmeisterschaft 2018

WM-Bronze für Blair Tuke, der seinen Steuermann Peter Burling auf Platz vier verwies

A-Cat Weltmeisterschaft 2018

Da half auch der Kiwi am Rumpf als Glücksbringer nicht: Peter Burling verpasste das Podium bei der WM knapp, musste sich dabei auch seinem Kumpel und 49er-Vorschoter Blair Tuke geschlagen geben

Als Fünfter konnte auch der ehemalige australische Tornado-Segler und Medaillengewinner Darren Bundock in der Hervey Bay glänzen. Seine Ehefrau Carolijn Brouwer erkämpfte als beste Steuerfrau im Feld der 69 Starter ohne große Vorbereitung Platz 30 – eine starke Leistung der Weltseglerin des Jahres 2018, die mit der Teilnahme am Sydney Hobart Race an der Seite von Skipperin Stacey Jackson auf "Wild Oats XI" schon wieder die nächste Herausforderung und gleich auch den Gesamtsieg ins Visier genommen hat. Deutschlands bester A-Cat-Steuermann Bob Baier segelte bei der vom Hervey Bay Sailing Club liebevoll und professionell organisierten Weltmeisterschaft auf Platz 25.

Tatjana Pokorny am 23.11.2018

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