Weltmeisterschaft TP52

Dean Barker steuert Quantum Racing zum WM-Sieg

Das US-Team Quantum Racing hat sich seine frühere Dominanz in der 52 Super Series zurückerobert. Harm Müller-Spreers "Platoon"-Crew segelte auf Platz 6

Tatjana Pokorny am 22.07.2018
Weltmeisterschaft 52 Super Series
Martinez Studio/52 Super Series

Die Mission Titelverteidigung ist Harm Müller-Spreer und seiner "Platoon"-Crew bei der Weltmeisterschaft der TP52-Klasse nicht gelungen. Dafür waren die Ergebnisse (3, 5, 6, 6, 9, 8, 2, 3, 8) des Teams um den Steuermann vom Norddeutschen Regatta Verein bei diesem Saisonhöhepunkt zu unbeständig. Dazu kamen noch zwei Strafpunkte infolge einer Wegerechtsverletzung. So mussten der in diesem Jahr schon sehr erfolgreiche Hamburger Eigner und sein internationales Top-Team ausgerechnet bei der Weltmeisterschaft mit Platz 6 zufrieden sein.

Weltmeisterschaft 52 Super Series

Für die Titelverteidiger auf "Platoon" hat es bei dieser WM nicht zum Sprung aufs Podest gereicht

So endete die Weltmeisterschaft des führenden Einrumpf-Circuits der TP52-Yachten

Den Titel holte zehn Jahre nach dem ersten WM-Triumph das amerikanische Team Quantum Racing, das America's-Cup-Ass Dean Barker an der Seite von Taktiker Terry Hutchinson im windreichen portugiesischen Revier vor Cascais nach packendem Duell mit der italienischen "Azzurra" zum Sieg steuerte. Neun neue Rennyachten vom Typ TP52 waren im Ringen um die Krone der führenden internationalen Serie für Einrumpfyachten am Start und lieferten sich immer wieder spektakuläre Positionskämpfe. "Natürlich bist du immer nur so gut wie dein letztes Rennen. Zum Glück für uns war das ein Sieg", sagte Terry Hutchinson, "aber ich kann gar nicht genug über die Anstrengungen sagen, die das Team hier unternommen hat. Das ist kein Sieg eines Einzelnen. Es ist ein voller Team-Sieg der Landmannschaft und auch unseres Segelprogramms."

"Quantum"-Steuermann Dean Barker ergänzte mit Blick auf das gemeinsame America's-Cup-Programm "American Magic": "Momentan konzentrieren wir uns gerade auf die TP52 und die 52 Super Series. Jede Art von Regattasegeln, die wir gemeinsam betreiben, ist gutes Regattasegeln, weil wir unter Druck stehen und uns mit den guten und schlechten Aspekten auseinandersetzen. Es ist cool, diesen WM-Titel mit diesem Team gewonnen zu haben. Ich genieße das Regattasegeln wieder sehr. Wir haben für die Zukunft einen klar strukturierten Plan. Obwohl wir bereits drei Regatten absolviert haben, stehen noch zwei weitere aus. Es sind also noch etwa 20 Rennen zu bestreiten. Da ist also noch vieles offen zwischen heute und dem Ende. Jeder weiß, dass Palma ein schwieriges Revier ist. Und wer weiß, womit uns Valencia konfrontieren wird? Zu der Jahreszeit ist dort mit allem zu rechnen!"

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Die italienische "Azzurra" segelte bei der WM mit der Bugnummer 1 auf Platz 2

Auch die italienische "Azzurra"-Crew bejubelte ihren Vize-Titel. Nach den Plätzen 4 und 7 bei den ersten beiden Regatten der Saison ist den Azzurri damit der erhoffte Satz aufs Podium pünktlich zur Welttitelserie gelungen, der sie in der Saisonwertung gleichzeitig auf Platz 3 vorrücken ließ. In dieser Gesamtwertung fiel Harm Müller-Spreers "Platoon" vor den abschließenden beiden Regatten der Saison auf Platz 5 zurück. Hasso und Tina Plattners "Phoenix"-Crew, zuletzt in Kroatien überaus erfolgreich, musste in Portugal mit Rang 8 zufrieden sein und liegt in der Saisonwertung auf Platz 7. 

Hier geht es zu den Ergebnissen.

Tatjana Pokorny am 22.07.2018

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