Mini-Transat

"Coconut Run" unter Palmen

Auch der zweite deutsche Teilnehmer erreichte gestern die Ziellinie in Bahia und kommt auf Platz 43

Johannes Erdmann am 29.10.2009

Norbert Maibaum kurz vor Bahia

25 Tage, 1 Stunde und 13 Minuten benötigte Norbert Maibaum für die 3.414 Seemeilen weite Strecke von Madeira bis Salvador de Bahia und segelte damit einen Schnitt von 5,67 Knoten. Das größte Etmal mit seinem Pogo betrug 161 Seemeilen.

Als das Signalhorn ertönte und seine Zieldurchfahrt bestätigte, riss Maibaum seine Fäuste in einer Siegesgeste in die Höhe. Auch wenn er mit Rang 43 nicht unter den Besten ins Ziel gelangte, so war es für ihn doch vielmehr das Abenteuer, in einer professionellen Regatta über den Atlantik zu segeln — und anzukommen. "Ich hatte auf See Momente des Höhenflugs, gefolgt von tiefen emotionalen Tälern. Es war schon eine lange, lange Zeit. Manchmal fragte ich mich, was ich da eigentlich tue. Aber am nächsten Tag sah wieder alles ganz anders aus, und ich war wieder glücklich, im Hier und Jetzt zu sein", sagte er kurz nach seiner Ankunft beim Interview mit den Rennveranstaltern.

Ob er es noch einmal machen würde? Er verneinte es nicht, "aber nicht 2011. Ich muss erst mal über die vielen schmerzhaften Momente hinwegkommen."

Geschafft. Der Atlantik liegt hinter ihm

Innerhalb einer Stunde nach Maibaum liefen Philippe Mirman (Platz 44) und Nicolas Ronger (Platz 45) in Bahia ein. Derzeit ist von den Serienbooten nur noch Emmanuel Laurent auf See, der jedoch wegen eines Ruderproblems die Kanaren angelaufen hat und deshalb so weit zurück liegt. Noch 536 Meilen trennen ihn vom Ziel. Vier Prototypen sind noch zwischen 114 und 565 Meilen von Bahia entfernt und sollten innerhalb der kommenden drei Tage einlaufen.

Johannes Erdmann am 29.10.2009

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