Rolex Sydney Hobart Race

Bug an Bug nach Hobart: "Comanche" übernimmt das Kommando

Das 74. Rolex Sydney Hobart Race ist gestartet. An der Spitze des Feldes liefern sich die 100-Fußer packende Positionskämpfe

Tatjana Pokorny am 26.12.2018
Rolex Sydney Hobart Race 2018
Rolex / Studio Borlenghi

Das 74. Rolex Sydney Hobart Race hat in angenehmen Sommerbedingungen begonnen: Die fünf Super-Maxis und weitere 80 Boote starteten bei Sonnenschein und anfangs zehn bis zwölf Knoten Wind aus Nordost vor Sydney in den mit Spannung erwarteten Weihnachtsklassiker, der seine Teilnehmer nach Hobart auf Tasmanien führt. Eine frühe Wende der Mannschaft auf der mitfavorisierten "Comanche" von Jim Cooney und Samantha Grant nach Osten hat sich wenige Stunden nach dem Start um 3 Uhr morgens deutscher Zeit zunächst als gewinnbringender Schachzug erwiesen. Das schwarz-rote Geschoss führte das Feld am Mittwochvormittag nach den ersten knapp 30 Seemeilen vor "Wild Oats XI" und "Infotrack" an. Dass zunächst "Comanche" vor "Wild Oats XI" führte, war keine Überraschung: Die Spitzenreiterin hält mit 1 Tag, 9 Stunden, 15 Minuten und 24 Minuten den Rekord bei der legendären Langstrecke, und das Boot der bekannten Oatley-Familie hat in diesem Rennen bereits achtmal die "Line Honors" gewonnen.

Rolex Sydney Hobart Race 2018

Seit 1945 der Weihnachts-Klassiker des internationalen Segelsports: Das Rolex Sydney Hobart Race 2018 ist gestartet

Die Live-Übertragung in der Wiederholung. Co-Kommentator ist America's-Cup-Star Jimmy Spithill

Auch Freddie Böhnerts "Lunatix"-Crew kam in den abnehmenden Winden sauber von der Linie weg – die Rolex-Sydney-Hobart-Race-Premiere der bei dieser Auflage einzigen Yacht unter deutscher Flagge hat begonnen. Zwei Boote haben bereits den Rückweg nach Hobart antreten müssen: David Witts Crew auf dem 100-Fußer "Scallywag" musste sich mit gebrochenem Bugspriet abmelden, Gordon Ketelbeys TP52 "Zen" ist mit demoliertem Rigg aus dem Rennen. Damit ist die Flotte auf 83 Boote aus zehn Nationen reduziert.

Rolex Sydney Hobart Race 2018

Tschüß, Sydney! Die "Lunatix"-Crew kurz vor dem Ablegen…

Rolex Sydney Hobart Race 2018

Auf Kurs Hobart: die 628-Seemeilen-Langstrecke ist gestartet

In abnehmenden Winden strebt das Feld dem Ziel entgegen. Nur in der Nacht auf Donnerstag soll der Wind möglicherweise bis auf 30 Knoten hochgehen. Die Wetterprognosen haben insgesamt ein von eher leichten Winden dominiertes Rennen über die klassischen 628 Seemeilen ("Rhumbline") vorhergesagt. Letzter australischer Check-Punkt vor der Überquerung der Bass Strait ist Green Cape.

In der Geschichte des Rolex-Sydney-Hobart-Rennens hat es seit 1945 26 internationale "Line Honors"-Siege gegeben. Doch in diesem Jahr deutet erneut alles auf australische Siege sowohl im Kampf um die "Line Honors" als auch im Kampf um den Tattersall Cup für das beste Boot nach berechneter Zeit hin. Während die Flotte aktuell mit ihren 85 Startern vergleichsweise überschaubar ist, erwarten die Veranstalter für die 75. Jubiläumsauflage 2019 ihr größtes Starterfeld seit der Rekord-Edition von 1994. Damals waren zum 50. Jubiläum 371 Boote ins Rennen gegangen, darunter 24 internationale. 309 erreichten die Ziellinie.

Hier geht es zum Live-Tracker.

Rolex Sydney Hobart Race 2018

Das letzte Familienbild vor dem Start: Vater und Skipper Freddie Böhnert sowie seine Kinder Inga und Arno sind im Rennen, Mutter Heike Böhnert unterstützt das "Lunatix"-Team als Shore-Crew

Tatjana Pokorny am 26.12.2018

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