Route du Rhum

Bruch schon vor dem Sturm: Pitstops für Josse und Le Cléac'h

Die Giganten der Route du Rhum straucheln schon in den ersten 24 Stunden des Rennens: Seb Josse und Armel Le Cléac'h mit Problemen – Herrmann holt auf

Tatjana Pokorny am 05.11.2018
Route du Rhum 2018
Riou/Pikes/Gitana

"Maxi Edmond de Rothschild" mit Skipper Sébastien Josse

Als Erster unter den Giganten der Route du Rhum hatte ausgerechnet der letzte Vendée-Globe-Gewinner Armel Le Cléac'h schon am Starttag Probleme mit seiner "Banque Populaire IX" melden müssen. Weil er ein Problem mit der Energieversorgung an Bord zu beheben hatte, musste der Franzose einen kurzen Reparaturstopp an der bretonischen Küste einlegen, ist aber inzwischen wieder auf Kurs und raste den Spitzenreitern am Montagmorgen gegen 8.30 Uhr mit der schnellsten Geschwindigkeit von 34 Knoten und 61 Seemeilen Rückstand auf den führenden François Gabart auf "Macif" hinterher. 

Route du Rhum 2018

Nichts wie hinterher nach der kurzen Reparatur: Armel Le Cléac'h auf "Banque Populaire IX"

Heute Morgen dann die nächste schlechte Kunde: Sébastien Josse hatte bereits um 4.30 Uhr seinen Team-Manager über schweren Bruch an Bord informieren müssen. Dem zu diesem Zeitpunkt führenden erfahrenen 43-jährigen Skipper der "Maxi Edmond de Rothschild" war nach herausragendem Start ein Teil des Steuerbord-Schwimmers weggebrochen. Bei rund viereinhalb Meter hofen Wellen und in der Dunkelheit war es Josse zunächst nicht möglich, den Schaden genau zu untersuchen. Klar ist jedoch, dass Josse mit seiner Landmannschaft nach einer Möglichkeit sucht, schnellstmöglich einen Hafen anzulaufen – was mit Blick auf den nahenden Sturm in der Biskaya für die Mannschaft oberste Priorität hat. Weitere Informationen will das Team am Vormittag bekanntgeben.

So starteten die 123 Teilnehmer im 40. Jubiläumsjahr des Transatlantik-Klassikers am Sonntag in das Rennen

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Der Steuerbord-Schwimmer von "Maxi Edmond de Rothschild" sieht jetzt nicht mehr so aus wie auf diesem Bild. Den genauen Schaden will das Team bei einem Pitstop ermitteln

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Probleme schon in den ersten 24 Stunden: Seb Josse auf "Maxi Edmond de Rothschild"

Die Flotte bereitet sich heute auf die angekündigten stürmischen Bedingungen vor, die das Feld in der Biskaya vor schwere Bewährungsproben stellen wird. In der Imoca-Klasse hatte nach der ersten Nacht der Brite Alex Thomson auf "Hugo Boss" die Führung vor Co-Favorit Vincent Riou auf "PRB" und Paul Meilhat auf "SMA" übernommen. Deutlich verbessert haben sich in den letzten Stunden die Deutsch-Französin Isabelle Joschke auf "Monin" und Boris Herrmann auf "Malizia 2 – Yacht Club de Monaco", die auf die Ränge vier und fünf vorrücken konnten und nur noch 14 beziehungsweise 15 Seemeilen Rückstand auf Thomson hatten.

In der Class-40-Division liegt Yoanne Richomme auf "Veedol Aic" vorn. Der Hamburger Arnt Bruhns hat im hinteren Teil der Flotte der 53 Class-40-Yachten über Nacht vier Ränge gutmachen können, ist auf Platz 43 vorgerückt und war am Montagmorgen mit zehn Knoten Geschwindigkeit einer der schnellsten seiner Gruppe.

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Arnt Bruhns auf "Iskareen"

Tatjana Pokorny am 05.11.2018

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