Extreme 40

Brite gewinnt Extreme Sailing Series

Paul Campbell-James entscheidet letzten Event der Saison in Spanien für sich und sichert seinem Team "The Wave, Muscat" damit den Gesamtsieg 2010

Nils Günter am 13.10.2010

Die Crew von "The Wave, Muscat" jubelt über ihren Sieg

Packendes Finale bei den Extreme-40-Katamaranen im spanischen Almeria, das bis kurz vor Schluss noch offen war. In einem spannenden Zweikampf konnte sich "The Wave, Muscat" am Ende durchsetzen und das französische Verfolgerteam "Groupe Edmond de Rothschild" auf Platz zwei verweisen.

"Ich kann es noch gar nicht fassen, dass wir gewonnen haben. Es ist fantastisch! Wir waren nervös, sind dann aber gut gesegelt", so Skipper Paul Campbell-James nach seinem Sieg. Leicht zerknischt zeigte sich dagegen der zu Beginn der Saison 2010 als Favorit gehandelte Yann Guichard vom Team "Groupe Edmond de Rothschild": "Klar wollten wir eigentlich gewinnen. Daher sind wir natürlich ein wenig enttäuscht. Aber ich ziehe den Hut vor "The Wave, Muscat", denn sie sind die gesamte Saison über volles Risiko gegangen, und das hat sich jetzt ausgezahlt. Glückwunsch!" Am Ende lag Guichard mit 34 Punkten insgesamt nur zwei Zähler hinter dem Siegerteam.

Mike Golding segelte mit dem "Ecover Sailing Team" auf Platz drei. Hatte er zu Beginn des vierten Renntages sogar noch Chancen auf den Sieg, so musste er am Ende Platz drei gegen Loïck Peyron und das Team "Oman Sail Masirah" verteidigen. Dennoch zeigte sich der erfahrene Skipper erleichtert: "Wir sind absolut begeistert über Platz drei in Spanien und in der Gesamtwertung", erklärte Golding nach dem Rennen.

Rund 38.000 Zuschauer waren in vier Tagen zum Hafen von Almeria gekommen, um sich die insgesamt 27 rasanten Rennen anzuschauen. Almeria war die fünfte und letzte Segeletappe der Extreme Sailing Series 2010. Im kommenden Jahr wird die Rennserie weiter ausgebaut: Dann wird es acht Stationen in Europa, den USA, in der Golf-Region und im Fernen Osten geben. Ob Kiel wie in diesem Jahr auch 2011 wieder Austragungsort sein wird, ist noch offen. Die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins bewirbt sich um eine Teilnahme. Der Konkurrenzdruck wächst allerdings mit dem zunehmenden weltweiten Interesse an der Segelveranstaltung. 60 Städte haben sich als Austragungsort beworben, 18 sind in der engeren Auswahl. Ob ein deutsches Team 2011 die gesamte Saison über mitsegelt, steht noch nicht fest. In Kiel waren sowohl das "Wirsol Team Germany" als auch das "Audi Sailing Team Germany" am Start.

Nils Günter am 13.10.2010

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