Imoca

Boom mit Aussicht auf Transat, Vendée und Ocean Race

Der Aufwind in der Imoca-Klasse hält an: Mindestens sechs neue Boote werden 2019 fertig, rund 35 Skipper bereiten sich auf die Saison und den Höhepunkt vor

Tatjana Pokorny am 09.01.2019
Route du Rhum 2018
Jean-Marie Liot

Schon für die Vendée Globe 2020/21 qualifiziert: Boris Herrmann und "Malizia 2 – Yacht Club de Monaco"

Die Imoca-Klasse boomt weiter: In diesem Jahr werden mindestens sechs neue Boote der jüngsten Generation erwartet. Sie werden die wachsende Flotte für die Saison 2019 auf insgesamt rund 35 Yachten ansteigen lassen. Damit wird sowohl ein neuer Teilnehmerrekord für das Transat Jacques Vabre (Start am 27. Oktober 2019), bei dem die Imocas von Zweihand-Crews gesegelt werden, als auch ein Rekordfeld für die Vendée Globe 2020 immer wahrscheinlicher. Die höchste Starterzahl hatten bislang die Vendée-Auflagen 2008/09 und 2016/17 mit jeweils 29 Booten erreicht. Das offizielle Starter-Limit für die Vendée Globe 2020/21 liegt bei 30 Meldungen.

Bislang haben zehn Solisten die Qualifikationshürde für die Vendée Globe genommen, darunter auch der deutsche Weltumsegler Boris Herrmann mit seiner "Malizia 2 – Yacht Club de Monaco". "Es ist das erste Mal, dass es ein so großes Interesse an der Vendée Globe gibt", erklärt Jacques Caraës. "Die Qualifikation ist abhängig von der Anzahl der gesegelten Seemeilen. Es wird also ein echtes Wettrennen bis zur Startlinie. Die Segler, die die Route du Rhum nicht absolviert haben, können keinen Joker mehr ausspielen. Ebenso wenig jene, die mit ihren Projekten erst später durchstarten."

Von den 20 Imoca-Seglern, die an der Route du Rhum teilgenommen haben, setzen 18 ihren Kurs mit dem Ziel der Vendée-Teilnahme fort. Die Ausnahmen sind Erik Nigon, der sein Boot zum Verkauf anbietet, während er weiter nach Sponsoren sucht, und Altmeister Vincent Riou, der das Steuer seiner "PRB" an den erfahrenen Seesegler und Volvo-Ocean-Race-Gewinner Kevin Escoffier übergeben hat. Das ehemalige Dongfeng-Crewmitglied und Caudrelier-Wegbegleiter Escoffier wechselt ins Solo-Fach. Experten trauen ihm – an der Seite von Lehrmeister Riou – viel zu. Etwa acht bis zehn Imoca-Yachten sollen derzeit laut Klassenvereinigung noch auf dem Gebraucht-Markt zu haben sein. Zu den bekanntesten unter ihnen zählen "Safran" und die ehemalige "Hugo Boss" von Alex Thomson.

Imoca

Jérémie Beyous Imoca "Charal" hebt sich komplett aus dem Wasser

Während Jérémie Beyou seine "Charal" als erste Yacht der jüngsten Generation bereits im vergangenen Jahr vorgestellt hat, bekommen Alex Thomson, Charlie Dalin, Sébastien Simon, Armel Tripon, Kojiro Shiraishi und Thomas Ruyant ihre neuen Geschosse in diesem Jahr. Ein weiteres neues Boot könnte noch hinzukommen. "Das ist eine interessante Boom-Periode", sagte Caraës. Sie habe wahrscheinlich auch mit der neuen Partnerschaft mit The Ocean Race (ehemals Volvo Ocean Race) zu tun. Dadurch würden sich die Bootskosten besser verteilen. Der Regattadirektor der Route du Rhum und der nächsten Vendée Globe erklärte weiter: "Die auf brandneuen Imocas antretenden Skipper qualifizieren sich für die Vendée Globe, sobald sie mindestens 2000 Seemeilen gesegelt haben. Das Transat Jacques Vabre wird ein großartiger Test sein. Das gilt insbesondere betreffend der Zuverlässigkeit dieser sehr kraftvollen Boote."

Route du Rhum 2018

Freut sich auf sein neues Boot: "Hugo Boss"-Skipper Alex Thomson

Tatjana Pokorny am 09.01.2019

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