Mini-Transat 2019

Bogacki jagt die Spitzengruppe bei seiner Transat-Premiere

Der einzige deutsche Skipper im Rennen, Morten Bogacki, ist dem Führungstrio auf den Fersen. Die ersten Einhandsegler können am Donnerstag Martinique erreichen

Kristina Müller am 11.11.2019
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BRESCHI/MINI TRANSAT LA BOULANGERE

Der Mini "Lilienthal", ein Bertrand-Design mit Scow-Bug, mit Skipper Morten Bogacki bei der ersten Etappe des Mini-Transat 2019

Etwa zwei Drittel der Strecke über den Atlantik, von Las Palmas auf Gran Canaria nach Le Marin auf Martinique, haben die führenden Boote des 22. Mini-Transat schon zurückgelegt. Der einzige deutsche Skipper im Rennen ist dem Führungstrio bei seiner Mini-Transat-Premiere weiterhin hartnäckig auf den Fersen.   

Dicht dran

Auf Platz vier von noch 20 Booten in seiner Klasse segelt der 33-jährige Solosegler aktuell auf dem Proto "Lilienthal" des Offshore Team Germany hinter den konsequent führenden französischen Skippern François Jambou, Axel Trehin und Erwan Le Mene.

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Karge Höhle: Bogacki unter Deck der 6,50 Meter kurzen Hochsee-Rennmaschine

Dabei hatte Bogacki kurz nach dem Start sogar für einige Stunden das Feld angeführt, segelte dann aber länger als seine Konkurrenten auf einem nördlichen Kurs und verlor dadurch die Spitzenposition.

Hartes Rennen, erprobtes Boot

Dennoch dürfte der ehemalige 505-Junioren-Weltmeister bestens zufrieden sein, sollte er Platz vier bis zum Ziel halten können. Vor dem Start zur zweiten Etappe sagte er:

"Die ersten drei sind sehr weit weg, aber bis Rang vier oder fünf geht durch gute Strategie sicher noch etwas. Das Potenzial von 'Lilienthal' ist da, das hat der erste Teil der ersten Etappe gezeigt."

Völlig erschöpft beendete Morten Bogacki die erste Etappe des Rennens (Bei Minute 1:55). Beide Autopiloten versagten, er musste durchgehend selbst steuern

Sein Potenzial hat der Prototyp von Etienne Bertrand auch schon beim vergangenen Mini-Transat 2017 gezeigt. Profiskipper Jörg Riechers war vor zwei Jahren auf dem Mini mit der Nummer 934 auf einen fantastischen zweiten Platz gesegelt – nach 13 Tagen und 12 Stunden allein auf See. Es sei das bis dato härteste Rennen seines Lebens gewesen, kommentierte Riechers nach seinem nächtlichen Zielleinlauf.

Nur noch 900 Meilen 

Vor Morten Bogacki liegen noch etwa 900 Seemeilen bis zum denkwürdigen Empfang, der jedem Finisher des Mini-Transat in der Karibik bereitet wird. Hält er seine Position als Vierter im Feld der Protos – derzeit 239 Seemeilen hinter François Jambou an der Spitze –, würde er das Podium zwar knapp verpassen, nach Jörg Riechers aber erneut beweisen, dass die "Lilienthal" und ihre deutschen Steuermänner der französischen Mini-Elite durchaus Paroli bieten können.

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Kristina Müller am 11.11.2019

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