Baltic 500

Baltic 500 darf starten: „Wahnsinnig wichtiges Zeichen!“

Die Erlaubnis kam am Montagmorgen direkt aus dem Innenministerium Schleswig-Holsteins: Die Zweihand-Ostsee-Regatta Baltic 500 darf stattfinden

Tatjana Pokorny am 11.05.2020
Baltic 500
Blondsign by Eike Schurr / Baltic 500

Eine Erinnerung an die Premiere der Baltic 500 im vergangenen Jahr mit Andreas Deubel und Rasmus Töpsch im Einsatz

Wenn Himmelfahrt zum himmlischen Geschenk für Regattasegler wird: Die Freude war bei Veranstaltern und Teilnehmern riesig, als heute Vormittag direkt aus dem Kieler Innenministerium grünes Licht für die Austragung der Zweihand-Ostsee-Regatta Baltic 500 kam. Unbürokratisch und recht schnell hatte der zuständige Projektleiter Eckhard Jacobs („Zukunftsplan Sportland Schleswig-Holstein“) den in der vergangenen Woche vom 1. Vorsitzenden des Yacht Club Strande, Bernd Schütze, eingereichten Antrag auf Ausrichtung der Langstrecke nach Rücksprache im Ministerium positiv beschieden. "Das ist ein wahnsinnig wichtiges Zeichen", sagt Initiator und Regattadirektor Cord Hall, dessen engagiertes Organisationsteam in den vergangenen Wochen unermüdlich Arbeit in die Entwicklung eines Infektionsschutzkonzepts und viele weitere notwendige Sondermaßnahmen in Zeiten der Corona-Pandemie gesteckt hat.

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Die überragend segelnde "Mex"-Crew beim Start zur Premiere der Baltic 500 im vergangenen Jahr

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Das Baltic-500-Organisationsteam vom Yacht Club Strande bei der Premiere 2019. Die meisten sind auch unter erschwerten Bedingungen in Zeiten der Corona-Pandemie wieder mit von der Partie. Anders als sonst, aber nicht mit weniger Herzblut…

Unter Verzicht auf Zusammenkünfte, das gemeinsame Dinner und die Preisverleihung darf die 500-Seemeilen-Regatta für Zweihand-Crews stattfinden. Mit reduziertem Team und unter Achtung aller relevanten Auflagen, sind die Ausrichter mehr als zuversichtlich, ihren Teilnehmern einen belebenden Neustart ins Regattageschehen bieten zu können. Auch wenn Sicherheitschecks nur stichprobenartig erfolgen können, vieles mit Minimalaufwand ablaufen wird, internationale Teams aufgrund der zweiwöchigen Quarantänepflicht nach Einreise nicht zugelassen werden dürfen und der Kurs möglicherweise aufgrund der internationalen Beschränkungen ein wenig kürzer ausfallen wird, als der Name der Regatta es verspricht: Die Freude über ein Stück zurückgewonnenes Segelglück in schweren Zeiten ist enorm.

Knapp 47 Teilnehmer standen nach den Unsicherheiten der letzten Wochen am Montagmittag noch immer auf der Liste – ein klares Bekenntnis der Regattasegler zu ihrer noch jungen deutschen Ostsee-Rallye. Einige Absagen mögen noch kommen. Doch die Größe der Flotte ist den meisten in diesem Jahr viel weniger wichtig als ihr Stattfinden. „Wir konnten anhand der sich ständig verändernden Grundlagen zuletzt nur in Zwei-Wochen-Rhythmen reagieren und planen. Dass wir die Regatta in diesen Zeiten alle zusammen auf die Beine gebracht haben, das erscheint uns wichtig“, sagt Cord Hall, dessen Organisationspartner Rasmus Töpsch in diesem Jahr voraussichtlich mit Andreas Deubel und dessen neuer Dehler 30 ins Rennen starten wird. Dabei sein wollen auch Lina Rixgens und Sverre Reinke auf dem Wevo 6.50 Mini „Whomper“. Für Rixgens markiert die Baltic 500 die erste Regatta mit ihrem Mini im neuen Kleid.

Mini-Segeln Training

Lina Rixgens und Sverre Reinke freuen sich auf die Teilnahme an der 2. Auflage der Baltic 500

Die teilnehmenden Boote werden sich zu Himmelfahrt wie schon 2019 in den Häfen in Schilksee und Strande einfinden, so sie denn ihren Liegeplatz nicht ohnehin dort haben. Das Regattabüro im Yacht Club Strande wird jeweils nur von einem Teammitglied operiert. Zu Anmeldung und Übergabe der Unterlagen ist nur jeweils ein Teilnehmer im Büro zugelassen. Und auch auf dem Startschiff wie auf den Begleitbooten dürfen sich nur jeweils zwei Personen gleichzeitig aufhalten. Gäbe es eine Sondermedaille für außerordentlichen Einsatz, dann hätte auch der junge Wettfahrtleiter Jan Czekala gute Chancen, sie in diesem Jahr zu bekommen. Der 18-Jährige, der inzwischen mit nationaler Lizenz operiert, hatte schon die Baltic-500-Premiere im vergangenen Jahr souverän geleitet. In diesem Jahr tut er es erneut, obwohl er zwischen schriftlichem und mündlichem Abitur steckt und am Starttag der Regatta seinen Geburtstag feiert. Am selben Tag wie seine Mutter Britta.

Baltic 500

Die Baltic-500-Premierenflotte kurz nach dem Start

Tatjana Pokorny am 11.05.2020

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