Jules Verne Trophy

Aus der Traum: Jules-Verne-Rekordversuch abgebrochen

Bittere Enttäuschung für Yann Guichard und seine "Spindrift 2"-Crew: Die Jules-Verne-Trophy-Jäger mussten mit Ruderbruch aufgeben, laufen nun Australien an

Tatjana Pokorny am 02.02.2019
Jules Vene Trophy
Spindrift Racing

Yann Guichards Crew auf "Spindrift 2" musste den Jules-Verne-Rekordversuch am 1. Februar nach bislang vielversprechenden Etmalen im Indischen Ozean abbrechen

Der Jules-Verne-Rekordversuch der "Spindrift 2" ist gescheitert. Das harte Aus für die Crew um "Spindrift 2"-Skipper Yann Guichard war bereits am Nachmittag des 1. Februars um 17.06 Uhr deutscher Zeit gekommen. Da musste das Team seiner Landmannschaft rund 1200 Seemeilen entfernt von Kap Leeuwin einen Schaden am Steuerbord-Ruder vermelden. Die Crew sah auch in der Folge keine Chance mehr zu einer zufriedenstellenden Reparatur auf See – die Einbußen in den Bereichen Sicherheit und Leistungsvermögen des Trimarans wären zu groß gewesen. Zu den Ursachen für den Bruch gab es zunächst keine Angaben.

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Auch bei diesem Rekordversuch ohne Fortune: "Spindrift 2"-Skipper Yann Guichard

"Wir haben nach gründlicher Untersuchung des Schadens keine andere Wahl, als unseren Rekordversuch abzubrechen", sagte Guichard traurig. "Das ist eine riesige Enttäuschung für die ganze Crew. Wir nehmen nun Kurs auf die Südostküste Australiens und erwarten, dort in den nächsten vier Tagen anzukommen." Gut 16 Tage und mehr als 11.000 Seemeilen nach dem Start traf die Aufgabe das Team hart, denn bislang waren die zwölf Männer auf Rekordkurs gesegelt.

Jules Verne Trophy

Der Abbruch des Rekordversuchs wird auf dieser Karte deutlich sichtbar: "Spindrift 2" segelt nicht mehr auf dem Kurs der Rekordhalterin "Idec Sport" Kap Leeuwin entgegen, sondern ist zu Reparaturzwecken nach Australien "abgebogen"

Den Rekord für die schnellste Weltumsegelung halten damit auch weiterhin Francis Joyon, Clément Surtel, Alex Pella, Bernard Stamm, Gwénolé Gahinet und Sébastien Audigane, die den Trimaran "Idec Sport" im Dezember 2016 und Januar 2017 in 40 Tagen, 23 Stunden, 30 Minuten und 30 Sekunden um die Erde getrieben hatten. Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit hatte auf dem Wasser 26,85 Knoten betragen. Gerade im Indischen Ozean war "Idec Sport" damals herausragend schnell unterwegs. Für die "Spindrift 2"-Crew markierte der Indische Ozean bei diesem Rekordversuch dagegen das Ende aller Träume.

Tatjana Pokorny am 02.02.2019

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