10 Jahre RORC Caribbean 600

Auf Wiedersehen in Antigua

Die Jubiläumsauflage der RORC Caribbean 600 ist gestartet. Für ein deutsches Team jedoch platzte der Traum von der Teilnahme mit Materialproblemen

Tatjana Pokorny am 19.02.2018
10.. Auflage RORC Caribbean 600
RORC

Um 11 Uhr Ortszeit war der Startschuss zur Jubiläumsauflage der zehnten Austragung der RORC Caribbean 600 von und nach Antigua am Montag pünktlich gefallen. Die Rekordflotte der mehr als 80 Boote wurde zum Auftakt des karibischen 600-Seemeilen-Klassikers mit anspruchsvollen drehenden Winden zwischen 10 und in Böen mehr als 20 Knoten beglückt. Es herrschte bei hoher Welle rekordverdächtiges Wetter, wie viele Teilnehmer frohlockend feststellten. Ein deutsches Team aber konnte daran nicht teilhaben: Das Latona Sailing Team mit Johann und Andreas von Eicken sowie Pit Brockhausen und ihrer Crew musste die Segel schon vor dem Start streichen und sich wie drei weitere Mannschaften abmelden. Und so traurig klang das aus Sicht der Crew am Vorabend des Rennens: "Der nächste Morgen wird kein leichter sein. Wir haben heute entschieden, morgen nicht beim RORC Caribbean 600 zu starten – Teile der Salingsendkappen sind lose und nicht zu fixieren, sodass wir das Rigg in jeder Welle riskieren. Latona out. Vielen Dank an 'Varuna' für die Hilfe heute."

10.. Auflage RORC Caribbean 600

Mit Durchblick in die Langstrecke: Die Flotte ist vor Antigua gestartet

Große Vorfreude und Begeisterung für den Karibik-Klassiker: Was Skipper, Navigatoren und Segelprominenz vor dem Rennstart sagten

Jens Kellinghusens "Varuna" und die weiteren deutschen Boote aber konnten starten. Eddie Warden Owen, CEO des veranstaltenden Royal Ocean Racing Club und einst selbst prominenter Admiral's-Cup-Teilnehmer, sagte kurz nach dem Start: "Wir hatten eine fantastische Flotte von mehr als 80 Booten am Start. Ich bin sehr glücklich und überrascht, dass wir zehn Jahre nach der Premiere eine solche Flotte sehen. Da lag ich mit meinen Prognosen falsch. Die Popularität der Karibik und ihre wunderbaren Segelbedingungen machen das Revier hier einfach zu einem fabelhaften Ort im Februar."

Von der Class 40 "Red" vermeldeten Skipper Mathias Müller von Blumencron und seine Crew vor dem Start: "Wir sind bereit zum Takeoff und verlassen die schönen Strände von Antigua für die fordernde Caribbean 600. Reichlich Wind, der Passat bläst hart. Es wird in den nächsten drei Tagen nicht viel Schlaf geben, weil der Kurs im Slalom um Myriaden von Inseln führt, die normalerweise alle zum Anhalten, Ankern und Schwimmen einladen. Doch das ist für uns dieses Mal nicht vorgesehen: Wir haben viel starke Konkurrenz – acht Class-40-Yachten sind an der Linie. Wir sind positiv aufgeregt." Gegen 22.30 Uhr lagen die beiden deutschen Class-40-Yachten "Red" und "Iskareen" mit dem Hamburger Skipper Arnt Bruhns fast gleichauf, lieferten sich ein spannendes Klassen-Duell auf den Rängen 3 und 4. Die Führung hatte in dieser Klasse am ersten Abend zunächst das Team um die französische Skipperin Catherine Pourre auf "Eärendil" übernommen.

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Startszene vor Antigua: Die rund 600 Seemeilen lange Karibik-Rallye hat begonnen

In der Spitzengruppe der Flotte hatte nach den ersten Stunden die Co-Favoriten "Rambler 88", "Proteus" und "Warrior" die Rekordmarke zur vergleichbaren Zeit bereits deutlich unterboten. George Davids "Rambler 88" hatte weniger als eine Stunde für die Rundung von Green Island benötigt, bevor das Team mit 20 Knoten Speed in Richtung Barbuda donnerte. Peter Aschenbrenners Multihull Irens 63 "Paradox" hatte Barbuda nach gerade einmal zwei Stunden erreicht. Berechnet lag die Ker 56 "Varuna" in der IRC-Gesamtwertung am Montagabend östlich von Charlestown als beste deutsche Yacht auf dem aussichtsreichen Rang vier vor der Carkeek 47 "Black Pearl" von Stefan Jentzsch.

Den Live-Tracker mit den Zwischenständen auch aller deutschen Yacht gibt es hier.

Tatjana Pokorny am 19.02.2018

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