Golden Globe

50 Jahre danach: zurück in die Zukunft

Golden Globe reloaded: England und Australien verneigen sich vor Robin Knox-Johnston, laden zur Neuauflage der historischen Weltumsegelung

Tatjana Pokorny am 22.04.2015
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Der Wegbereiter: Sir Robin Knox-Johnston

Golden Globe 2018

Don McIntyre

Zum 50-Jahre-Jubiläum von Sir Robin Knox-Johnstons Sieg im Sunday Times Golden Globe 1968/69 laden die britische Agentur Golden Globe Race Ltd und der australische Initiator Don McIntyre (McIntyre Adventure), der schon der jungen Weltumseglerin Jessica Watson zu ihrer vielbeachteten Runde um die Welt verhalf, zur Neuauflage des legendären Klassikers. Vor fast einem halben Jahrhundert waren nach einem Aufruf der britischen Zeitung "Sunday Times" neun Solo-Segler zur ersten Regatta um die Welt aufgebrochen. Die Regeln waren damals noch recht einfach formuliert: Der Start durfte zu einer beliebigen Zeit zwischen dem 1. Juni und dem 31. Oktober erfolgen. Der "Golden Globe" winkte dem Skipper, der die Weltumsegelung entlang der drei großen Kaps als Erster nonstop und ohne Unterstützung von außen absolvieren würde. Zusätzlich lockten 5000 Pfund Preisgeld.

Sir Robin Knox-Johnston und seine "Suhaili", zu diesem Zeitpunkt bereits schwer beschädigt, auf den letzten Meilen ins Ziel des Golden Globe Race 1968/69

Vier Segler hatten das Unterfangen noch im Atlantik aufgeben müssen. Unter den übrigen fünf Teilnehmern kam der damals völlig unerfahrene Chay Blyth vor seinem Aus immerhin bis zum Kap der Guten Hoffnung. Nigel Tetleys Boot sank, als es nur noch rund 1000 Seemeilen bis ins Ziel zu absolvieren hatte. Donald Crowhurst ging mit gefälschten Logbüchern, dem gescheiterten Versuch der Vortäuschung einer Weltumsegelung und seinem Freitod als einer der größten Schwindler in die Geschichte des Regattasegelns ein. Und Bernard Moitissier verweigerte schließlich den Abschluss der Regatta, deren kommerziellen Ansatz er ablehnte, und segelte eineinhalb Mal um die Welt bis Tahiti. So blieb Sir Robin Knox-Johnston der einzige Starter, der das Rennen zuende brachte und sich als erster Mensch in den Geschichtsbüchern verewigte, der die Welt allein und ohne Zwischenstopp umrundet hatte.

Die Neuauflage soll – wie vor 50 Jahren Knox-Johnstons gelungenes Abenteuer – am 14. Juni 2018 in Falmouth starten. Die Rahmenbedingungen sind nach damaligem Vorbild simpel gesteckt: Es geht für die Einhand-Segler von und nach Falmouth einmal um die Welt. Vorgeschrieben sind Yachten nach damaligem Vorbild. Moderne Technologie oder satellitengestützte Navigationshilfen sind verboten. Zugelassen sind nur Boote mit einer Länge zwischen 9,75 und 10,97 Meter Länge, die vor 1988 entworfen wurden und Knox-Johnstons "Suhaili" ähneln. Ausgeschrieben sind 75.000 Pfund Preisgeld. Jeder Skipper, der vor dem 22. April 2019 (15.25 Uhr) – also dem 50. Jahrestag von Knox-Johnstons Zieldurchgang – die Ziellinie erreicht, erhält eine Suhaili-Trophäe und sein Startgeld zurück.

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