Regatta

48. Rolex Fastnet Race: Herrmann und Harris greifen an

Boris Herrmann startet mit dem Briten Will Harris ins prestigeträchtige Rennen. Das Duo will bei der Vorbereitung Herrmanns auf die Vendée Globe aufs Podium

Tatjana Pokorny am 19.07.2019
Team Malizia
Jean-Marie Liot / www.jmliot.com

"Malizia 2 – Yacht Club de Monaco"

Auf dem Weg zu den nacheinander geplanten Teilnahmen an der Solo-Nonstop-Weltumseglung Vendée Globe (2020/21) und am The Ocean Race (2021/22) mit einer jungen deutsch-internationalen Mixed-Crew markiert 2019 für Boris Herrmann und sein Team Malizia ein Jahr wichtiger Weichenstellungen und intensiver Vorbereitungen. Zu den anstehenden Regatta-Höhepunkten zählen das Fastnet Race bei dessen 48. Austragung und das Transat Jacques Vabre. Den britischen 605 Seemeilen langen Klassiker rund Fastnet Rock wird Herrmann in diesem Sommer mit dem jungen Briten Will Harris bestreiten. Der Startschuss zur Jubiläumsausgabe des bekannten britischen Klassikers fällt am 3. August um 13.30 Uhr deutscher Zeit.

Route du Rhum 2018

Boris Herrmann freut sich auf den Fastnet-Start mit seinem jungen Co-Skipper Will Harris

In diesem Clip geht es um Will Harris' Teilnahme am Figaro 2019. Es stellt den jungen Engländer gut vor

"Das Rolex Fastnet Race ist ein forderndes und sehr aufregendes Rennen. Insbesondere in diesem Jahr sind sehr viele Imocas am Start, was für einen großartigen Wettbewerb sorgen wird. Gleichzeitig ist es ein echter Test und die perfekte Vorbereitung für das Transat Jacques Vabre im Herbst, also eine Generalprobe. Ich freue mich auch sehr darauf, das Fastnet mit Will zu segeln. Er ist ein sehr talentierter Segler." Das hat Harris nicht nur 2016 unter Beweis gestellt, als er im Figaro-Rennen den Rookie-Pokal für den besten Newcomer erhielt.

Team Malizia

Gilt als hochtalentiert und ehrgeizig: der erst 25 Jahre junge Brite Will Harris, hier im Figaro-Einsatz

Der 25-jährige Engländer und ehemalige Volvo-Ocean-Race-Wetterexperte aus Weybridge in Surrey freut sich ebenso auf den hochkarätigen Einsatz an der Seite des deutschen Imoca-Skippers Herrmann: "Für mich ist es eine fantastische Möglichkeit, das Fastnet Race mit Boris auf seiner Imoca 60 zu bestreiten. Er ist ein gut etablierter Skipper in dieser Klasse und ein starker Anwärter für die Vendée Globe im kommenden Jahr. Ich blicke zu ihm auf, weil ich hoffe, dieses Ziel auch selbst einmal erreichen zu können. Ich habe zuletzt 2000 Seemeilen in den Gewässern des Fastnet-Kurses absolviert und kann den Solent mein Heimatrevier nennen. Ich bin nach dem La Solitaire Urgo Le Figaro gerade erst von meiner Figaro 3 'Hive Energy' abgestiegen und kann das Team hoffentlich mit einigen guten taktischen Kenntnissen unterstützen, sodass wir das bestmögliche Ergebnis in der Imoca-Flotte mit ihren 25 Booten erreichen werden." 

Team Malizia

Will Harris ist Boris Herrmanns neuer Co-Skipper für das Rolex Fastnet Race

Insgesamt nehmen in diesem Jahr rund 400 Boote und mehr als 3000 Segler an der populären Langstrecke teil. Das bedeutet einen neuen Teilnehmerrekord in der Geschichte des Rolex Fastnet Race, die 1925 mit dem Sieg der britischen "Jolie Brise" begonnen hatte.

"Sport für Klimaschutz": Team Malizia schließt sich UN-Initiative an

Neben seinen segelsportlichen Aktivitäten engagiert sich das Team Malizia auch weiter für die Umwelt. Die Mannschaft um Skipper Boris Herrmann ist der Initiative "Sport für den Klimaschutz" der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) beigetreten. Die Initiative motiviert Sportorganisationen, sich im Kampf gegen den Klimawandel zu engagieren und eigene Beiträge zu leisten. Die Malizia Ocean Race Challenge sammelt bereits wissenschaftliche Daten zum CO2-Gehalt der Ozeane und sensibilisiert Schulkinder für den Meeres- und Klimaschutz. Durch kollektives Handeln und mutiges Vorangehen habe der Sport die Macht, schnell und nachhaltig etwas zu verändern, so Herrmann.

Team Malizia

Die Denker und Lenker im Team Malizia: Gründer Pierre Casiraghi und Boris Herrmann

"Wir sind stolz, nun Teil dieser Initiative zu sein", sagt Herrmann, "da wir davon überzeugt sind, dass der Sport allgemein das Bewusstsein schärfen und der Segelsport im Besonderen einen großen Einfluss auf die Bekämpfung des Klimawandels nehmen kann." Das Team Malizia beachte und verfolge diese Prinzipien bereits und habe diese in seinem Auftritt und seiner Arbeitsweise verankert. Teamgründer Pierre Casiraghi erklärt: "Zum Beispiel haben wir voriges Jahr mehr als 4.500 Kindern unser Bildungspaket nahegebracht, das sich mit dem Klimawandel und den Ozeanen beschäftigt." Die Hochseeyacht "Malizia" hat einen CO2-Sensor an Bord, um dem Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und dem Kieler Helmholtz-Zentrum für Meeresforschung, Geomar, wichtige wissenschaftliche Daten zu übermitteln, die helfen, die Bedeutung des Kohlendioxidgehalts in den Ozeanen für das Klima besser zu verstehen." Bei der Auftaktveranstaltung der Initiative "Sport für den Klimaschutz" erklärte die UNFCCC-Generalsekretärin Patricia Espinosa, dass Sportorganisationen und Athleten im Kampf gegen den Klimawandel in einer einzigartigen Position seien, "weil der Sport jeden Querschnitt der Gesellschaft berührt". 

"Vor diesem Hintergrund hoffen wir, dass unser Engagement das Bemühen unserer Fans, unserer Gemeinschaft und nicht zuletzt unserer Regierung stärkt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen", sagt Boris Herrmann. "Das ist ein Rennen, das wir gewinnen können und müssen, um das Risiko von Dürren, Überschwemmungen, extremer Hitze und Armut für Hunderte Millionen Menschen deutlich zu verringern."

Team Malizia

Dem Meer ganz nah: Schüler mit Skipper Boris Herrmann an Bord von "Malizia 2 – Yacht Club de Monaco"

Tatjana Pokorny am 19.07.2019

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