Regatta-News

237 Optis zur WM

Bei der Optimist-Weltmeisterschaft auf dem Silvaplanersee haben Segler aus 52 Nationen gemeldet

Carsten Kemmling am 31.05.2005

Die Schweiz entwickelt sich nach dem Gewinn des America’s Cup immer mehr zu einer Segelnation. Vom 25. Juli bis 5. August kommen die besten Opti-Segler aus der ganzen Welt ins Engadin zum Silvaplanersee. 237 Seglerinnen und Segler aus 52 Nationen haben sich bei der Weltmeisterschaft angemeldet.

Die organisatorischen Vorbereitungen für die außergewöhnliche Segelveranstaltung im Bündner Bergtal laufen auf Hochtouren, damit die Teilnehmer, Begleitpersonen, Veranstalter und Hilfspersonal, insgesamt zirka 1000 Personen, ein optimales Umfeld für faire Wettkämpfe vorfinden. Das Oberengadin und die an der Veranstaltung direkt beteiligten Gemeinden St. Moritz, Silvaplana und Sils sind bemüht, mit hochkarätigen Veranstaltungen die Attraktivität des Sommertourismus in dem mehrheitlich für den Wintertourismus bekannten Engadin zu steigern.

Die Optimist-Weltmeisterschaft und das seit diesem Jahr zur Swedish Match Tour gehörende St. Moritz Match Race werden zu den wichtigen Sommerevents mit weltweiter Medienpräsenz gezählt. Da die Wasserfläche des St. Moritzersees zu klein für die Durchführung der Optimist-Weltmeisterschaft ist, werden die Regatten auf dem Silvaplanersee ausgetragen.

Auf Silser Gemeindegebiet, am südwestlichen Ufer des Gewässers, entsteht eine Zeltstadt mit der erforderlichen Infrastruktur. Für die zirka 250 Boote wird auf dem Delta ein Trockenplatz eingerichtet. Die Teilnehmer werden im knapp zehn Kilometer entfernten St. Moritz und St. Moritz-Bad untergebracht.

Um die Kantonsstraße nicht übermäßig zu belasten und aufgrund der nur beschränkt zur Verfügung stehenden Parkplätze, wird für die Teilnehmer und die in den Ablauf der Weltmeisterschaften involvierten Personen ein Pendeldienst St. Moritz—Silvaplana—Sils eingerichtet. Zudem soll zwischen den Wassersportzentren in Sils und Silvaplana ein Shuttlebus eingesetzt werden.

Internationale Sportveranstaltungen können nicht nur mit Idealismus und Fronarbeit erfolgreich abgewickelt werden. Kosten und Aufwendungen für die Infrastruktur müssen durch die Meldegelder der Teilnehmer, Naturalgaben in Form von Arbeitsleistungen durch Dritte und Sponsorengelder gedeckt werden.

An vorderster Front engagieren sich die Talschaft des Engadins mit den direkt beteiligten Gemeinden St. Moritz, Silvaplana und Sils. Zahlreiche Firmen unterstützen den Anlass der jungen Segler mit Geld, Naturalgaben in Form von Preisen oder Dienstleistungen. Die Fluggesellschaft Swiss amtet als „official carrier“, damit die aus aller Welt anreisenden Delegationen rechtzeitig den Veranstaltungsort erreichen können.

Die unter dem Patronat der International Optimist Dinghy Association (IODA) organisierte Veranstaltung muss sich im Wesentlichen an die von der Vereinigung entwickelten Standards und Abläufe halten. Die Weltmeisterschaft erstreckt sich über 12 Tage, vom Tag 1 „Official Arrival Day“ am 25. Juli, bis zum Tag 12 „Official Departure Day“ am 5. August 2005.

Die ersten Seglerinnen und Segler, die sich vor Ort auf die Weltmeisterschaften vorbereiten wollen, werden bereits im Juni erwartet. Zirka Mitte Juli wird mit dem Aufbau der Infrastruktur begonnen. Nach der Ankunft, der Registrierung und der Vermessung (Kontrolle der Boote und Segel) wird am 27. Juli in St. Moritz Bad die Eröffnungsfeier zelebriert.

Darauf folgen die ersten drei Regattatage der Beacon Challenge Cup genannten Weltmeisterschaft, gefolgt vom Team-Race, das bei einer Optimist-Weltmeisterschaft nach den ersten fünf Läufen von den 16 besten Teams ausgetragen und IODA Challenge Cup genannt wird. Der folgende Reservetag fällt auf den 1. August und bietet Gelegenheit, den internationalen Gästen die Schönheiten des Engadin näher zu bringen.

Anschließend wird in weiteren Wettfahrten um den Weltmeister in der Einzelwertung Beacon Challenge Cup und der Teamwertung Miami Herald Trophy gesegelt. Am 4. August bei der Schlussfeier im Wassersportzentrum Sils werden die Sieger geehrt und die Gäste aus nah und fern verabschiedet.

www.optimist.ch

Carsten Kemmling am 31.05.2005

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