SSL Finale

200.000 Dollar Preisgeld und zwei deutsche Segler im Finale

Vor Nassau konnten sich mit Diego Negri/Frithjof Kleen und Lorenzo Chiavarini/Kilian Weise auch zwei deutsche Segler fürs Finale der Top Ten qualifizieren

Tatjana Pokorny am 07.12.2019
SSL Finale 2019
Star Sailors League

Der Brite Lorenzo Chiavarini und sein deutscher Vorschoter Kilian Weise qualifizierten sich als starke Dritte für die Finalrunden, in denen es am Samstag vor Nassau um insgesamt 200.000 US-Dollar Preisgeld geht

23 Top-Teams aus aller Welt haben vier Tage lang beim Finale der Star Sailors League vor Nassau um den Einzug in die Runde der Top Ten gekämpft. Nach zehn Wettfahrten waren es die Starboot-Weltmeister Mateusz Kusznierewicz (Polen) und Bruno Prada (Brasilien), die sich als Qualifikationsrundensieger durchsetzten und zum Lohn dafür direkt ins finale Duell einzogen. Platz zwei in der hart umkämpften Vorrunde der mit 200.000 US-Dollar dotierten Star-Regatta bescherte dem italienischen Steuermann Diego Negri und seinem Berliner Vorschoter Frithjof Kleen vom Verein Seglerhaus am Wannsee einen garantierten Platz im Halbfinale. Die folgenden acht Teams zogen ins Viertelfinale ein, das am "Super-Samstag" ausgetragen wird, bevor im Semifinale und im Finale über die Gewinner der Serie entschieden wird.

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Zeigt die gute Leistung seines Teams in der Vorrunde an: Mit Platz zwei segelten der italienische Steuermann und sein Vorschoter Frithjof Kleen direkt ins Halbfinale. Kleen hatte das SSL Finale 2017 mit dem britischen Lasersegler Paul Goodison gewonnen und war 2018 mit Diego Negri Dritter

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Zogen als Zweite der Qualifikationsrunde direkt ins Halbfinale ein: Diego Negri und sein Berliner Vorschoter Frithjof Kleen

Für die größte Überraschung sorgten im Traumrevier der Bahamas vor Nassau aber nicht die beiden co-favorisierten prominenten Top Teams, sondern die im Durchschnitt jüngste Crew: Der britische Lasersegler Lorenzo Chiavarini und sein bayerischer Vorschoter Kilian Weise (Diessner SC) – beide erst 25 Jahre alt – ließen beim ersten gemeinsamen Einsatz und der ersten Starboot-Regatta des Steuermanns auf diesem Niveau Segelgrößen wie Volvo-Ocean-Race Sieger Paul Cayard (USA), Doppel-Olympiasieger Iain Percy (Großbritannien) und auch Starboot-Weltmeister wie Xavier Rohart (Frankreich) und Eric Doyle (USA) und ihre Vorschoter hinter sich. Und das trotz zweier nicht beendeter Wettfahrten, weil ihr Vorstag zweimal in Folge gebrochen war. Am Freitag gab das britisch-deutsche Duo noch einmal Gas und ließ die Konkurrenz und auch die Reporter über seine Konstanz staunen. Ein wenig erinnerte der Auftritt an den Einsatz von Lasersegler Philipp Buhl, der 2017 mit Markus Koy bei seiner ersten Starboot-Regatta im Weltklassefeld beim SSL Finale auf Anhieb Platz fünf erreichte. Vor dem Viertelfinale sagte Kilian Weise: "Für Samstag sind neun bis zehn Knoten aus Nord angesagt. Was bedeuten würde, dass Pumpen erlaubt ist. Das hilft auf jeden Fall. Wir sind bereit alles zu geben und hart zu kämpfen."

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Gute Laune bei den Dritten der Qualifikation: Lorenzo Chiavarini und Kilian Weise

Ebenfalls imposant ist die bisherige Leistung des erst 22-jährigen Finn-Seglers Oskari Muhonen. Der junge zweimalige Gewinner des Finn Silver Cups der Junioren aus Finnland erkämpfte sich mit seinem ukrainischen Vorschoter Vitalij Kushnir Platz acht im top-besetzten Feld und bleibt im Rennen. Eine Runde weiter sind außer den bereits Genannten Eivind Melleby/Joshua Revkin (Norwegen/USA, 4.), Paul Cayard/Phil Trinter (USA, 5.), Henrique Haddad/Henry Boening (Brasilien, 7.) und Xavier Rohart/Pierre Alexis Ponsot (Frankreich, 9.).

SSL Finale 2019

Der erst 22 Jahre alte Finne Oskari Muhonen bot der Prominenz beim SSL Finale bislang auffallend stark Paroli und qualifizierte sich mit Vitalij Kushnir für den "Super-Samstag"

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Doppel-Olympiasiegerin Shirley Robertson ist beim SSL Finale als TV-Reporterin im Einsatz, spricht hier mit Spitzenreiter Mateusz Kusznierewicz

Hier geht es zu den Zwischenständen und zur Live-Übertragung, die auch am "Super-Samstag" um 11 Uhr Ortszeit (17 Uhr deutscher Zeit) beginnt.

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Am Ende des Tages konnte sich Mateusz Kusznierewicz trotz Frühstart-Disqualifikation über den Sieg seines Teams in der Qualifikationsrunde freuen

Tatjana Pokorny am 07.12.2019

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