WM 49er, 49erFX und Nacra 17

Bronze-Männer mit Blitzstart: Heil/Plößel eröffnen WM stark

Zwei Drittel des Auftaktprogramms der WM für 49er, 49erFX und Nacra 17 musste vor Auckland in zu viel Wind abgesagt werden. Die 49er-Flotte aber war gefordert

Tatjana Pokorny am 03.12.2019
WM 49er, 49er FX und Nacra 17 2019
World Championship 2019 49er, 49erFX, Nacra 17 / Sailing Energy

Mit Blitzstart in die WM: Erik Heil und Thomas Plößel im 49er vor Auckland

Erik Heil und Thomas Plößel haben vor Auckland einen Traumstart in die Weltmeisterschaft für 49er, 49erFX und Nacra 17 hingelegt. Während die Auftaktrennen für die Frauen im 49erFX und die Mixed-Crews auf den foilenden Nacra-17-Katamaranen in zu viel Wind auf Mittwoch verschoben werden mussten, waren die Skiffsegler in zwei Qualifikationsrennen und Winden bis zu 20 Knoten gefordert. Diese Aufgabe haben die Bronzemedaillen-Gewinner von Rio de Janeiro fast ideal gelöst.

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Erik Heil und Thomas Plößel liegen mit der Segelnummer 4 gut im Rennen

Die Crew vom Norddeutschen Regatta Verein eröffnete die Welttitelkämpfe im America's-Cup-Revier mit einem zweiten Rang und ließ dann den ersten Tagessieg für das German Sailing Team folgen, führt die Flotte der 85 Boote aus 30 Ländern nach dem ersten Tag an. "Das sind zwei 'Keeper', also gute Ergebnisse, die man nicht streichen muss. Das passt erst einmal", sagte 49er-Bundestrainer Marc Pickel. Steuermann Erik Heil, der sich mit Vorschoter Plößel in der gelben Qualifikationsgruppe wohlfühlte, erklärte: "Die Flotteneinteilung war nicht schlecht für uns, und wir sind zweimal mit der richtigen Seitenwahl gut ins Rennen gestartet."

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Die WM für 49er, 49erFX und Nacra 17 findet vor der Kulisse der neuseeländischen "City of Sails" statt

Weniger glücklich verlief der erste WM-Tag für die Teamkameraden der Segelnationalmannschaft bei dieser ersten von drei Regatten, in denen die deutschen Akteure um nur eine 49er-Fahrkarte zu den Olympischen Spielen 2020 in Enoshima wetteifern: Die ebenfalls hoch eingeschättzen Teams Justus Schmidt/Max Boehme (Kieler Yacht-Club) und Tim Fischer/Fabian Graf (Norddeutscher Regatta Verein/Verein Seglerhaus am Wannsee) kamen zunächst nicht über die Plätze 57 und 80 hinaus. Tim Fischer und Fabian Graf, herausragende WM-Dritte von 2018, wurden im zweiten Rennen des Tages infolge einer Wegerechtsverletzung am Start in einer Duell-Situation mit einem dänischen Boot disqualifiziert und müssen ihre Aufholjagd in langsam wieder abflauenden Winden am Mittwoch angehen. 

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Am linken Bildrand sind Tim Fischer und Fabian Graf mit der Segelnummer 3 zu sehen. Mittig Nils Carstensen und Jan Frigge mit der Segelnummer 36

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Die Segelhelden im Land der langen weißen Wolke: die America's-Cup-Verteidiger und WM-Favoriten Peter Burling und Blair Tuke

Auch die Top-Favoriten Peter Burling und Blair Tuke sind nicht ganz optimal in die Serie im Heimatrevier vor Auckland gestartet und greifen am Mittwoch als Elfte an. Die 49er-Olympiasieger und America's-Cup-Verteidiger hatten sich parallel zu Tests auf der neuen futuristischen Cup-Yacht "Te Aihe" auf die WM der Skiffsegler vorbereitet und stiegen mit einem Tagessieg und einem elften Rang in die Welttitelkämpfe ein. Hinter Heil/Plößel platzierten sich zunächst die Franzosen Kévin Fischer/Jauvin Yann und die Niederländer Bart Lambrieux/Pim van Vugt auf den Plätzen zwei und drei. Maximal 16 weitere Rennen sind bis zum Medaillenfinale am 8. Oktober zu absolvieren.

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Starteten mit einem Tagessieg und Rang elf in die WM im Heimatrevier: Neuseelands Segelstars Peter Burling und Blair Tuke

Tatjana Pokorny am 03.12.2019

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