Segeln olympisch

Aufsteiger Willim holt ersten Tagessieg bei Miami-Weltcup

Die deutschen Lasersegler haben am zweiten Tag in der Biscayne Bay mit dem ersten deutschen Rennsieg und guten Resultaten beeindruckt

Tatjana Pokorny am 31.01.2019
Hempel World Cup 2019 Miami
Sailing Energy / World Sailing

Erster Tagessieger des German Sailing Teams vor Miami: Nik Aaron Willim im Laser

Er ist 22 Jahre alt und überzeugt zu Saisonbeginn: Nik Aaron Willim aus Kiel hat sich selbst und dem German Sailing Team am Mittwoch vor Miami den ersten Tagessieg dieser Weltcup-Saison beschert. Dass dem Steuermann vom Norddeutschen Regatta Verein direkt danach ein Frühstart unterlief, war ärgerlich, schmälert das Top-Ergebnis aber nicht. Willim liegt nach vier Rennen auf Platz 13 im sehr gut besetzten Feld der 101 Lasersegler aus imposanten 48 Ländern bei der ersten Weltcup-Regatta der Saison. Es gibt kaum olympische Sportdiziplinen, die bei Weltcups eine solche Nationenvielfalt vorweisen können.

Hempel World Cup 2019 Miami

Ein guter zweiter Weltcup-Tag war es für Philipp Buhl, der sich von Platz 52 auf den zehnten Rang katapultierte

An Willim vorbeigezogen ist nach seinem verpatztem Auftakt Teamkamerad und WM-Bronzemedaillengewinner Philipp Buhl. Der 29-Jährige konnte seinen Frühstart vom Vortag wieder gutmachen. Mit den Rängen zwölf und drei gelang dem Steuermann vom Segelclub Alpsee-Immenstadt ein gewaltiger Satz von Platz 52 auf Platz zehn im Zwischenklassement. Das Gespann Buhl/Willim trainiert in Regie von Bundestrainer Alex Schlonski und scheint sich auch in Buhls weniger geliebten drehenden und erneut sehr leichten Winden gut zurechtzufinden. Beide deutschen Lasersegler konnten sich zum Ende der Qualifikation souverän für die Goldflotte qualifizieren. "Es war ein guter Tag", sagte Buhl, "es hat vor allem mit Nik Spaß gemacht. Er hatte einen Tagessieg und einen dritten Rang, der dann leider ein Frühstart war, hat super performt. Es macht Spaß, nicht allein da vorn zu sein!"

Die Zahlen zur Hempel World Cup Series 2019 in der Biscayne Bay

Besser in die Regatta haben nach später Ankunft in Miami auch die Kieler Nacra-17-Segler Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer gefunden, die sich am Mittwoch mit den Rängen sechs und vier nach schwachem Auftakt deutlich steigern und auf Platz 15 vorrücken konnten. Auf Platz zwölf im Feld der 27 Katamaran-Mixed-Crews lagen nach fünf Wettfahrten Johannes Polgar und Carolina Werner, die diese Serie mit einem dritten Rang eröffnet hatten. Ihre kleine Flotte ist in der Spitze stark besetzt: Mit Santi Lange und Cecilia Carranza Saroli sind die auf Platz drei liegenden Olympiasieger am Start. Die Führung haben die Brasilianer Samuel Albrecht und Gabriela Nicolino de Sa vor den australischen Rio-Silbermedaillengewinnern Jason Waterhouse und Lisa Darmanin übernommen. Auf Platz vier liegt der 49er-Olympiasieger Iker Martinez mit Olga Maslivets.

Hempel World Cup 2019 Miami

Schöne Studie der argentinischen Nacra-17-Olympiasieger Santi Lange und Cecilia Carranza Saroli

Hempel World Cup 2019 Miami

Rechts im Bild zu sehen: Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer vom Kieler Yacht-Club

Im 49erFX-Feld konnten sich die Titelverteidigerinnen Vicky Jurczok und Anika Lorenz vom Verein Seglerhaus am Wannsee in den Top Fünf behaupten. Mit den Rängen elf und vier fielen die Berlinerinnen nur leicht zurück, segeln aber weiter mit den führenden Crews auf Augenhöhe. Allein die Neuseeländerinnen Alexandra Maloney und Molly Meech haben sich an der Spitze mit elf Punkten Vorsprung vor den zweitplatzierten Britinnen Sophie Weguelin und Sophie Ainsworth etwas absetzen können. Die Olympiasiegerinnen Martine Grael und Kahena Kunze haben als 13. noch Boden gutzumachen, wenn sie zu den Top-Teams aufschließen wollen.

Im 49er musste die immer noch beste deutsche Crew Tim Fischer/Fabian Graf im einzigen Männer-Skiff-Rennen des Tages Federn lassen, fiel auf Platz sechs zurück. Direkt hinter ihnen waren die Flensburger Nils Carstensen und Jan Frigge nach insgesamt vier Wettfahrten Siebte. Die Berliner Erik Heil und Thomas Plößel verbesserten sich auf Platz elf, ihre Teamkameraden Justus Schmidt und Max Boehme sind Zwölfte. Im Finn-Dinghy liegt Phillip Kasüske nach insgesamt erst zwei Rennen auf Platz neun. Keine Rennen konnten am Mittwoch in der flauen Brise in den Disziplinen 470er Frauen und Männer ausgetragen werden. Die Serie wird am Donnerstag bereits ab 10 Uhr Ortszeit (15 Uhr deutscher Zeit) fortgesetzt, weil die Veranstalter die ausgefallenen Wettfahrten nachholen wollen.

Hier geht es zu den Ergebnissen

Tatjana Pokorny am 31.01.2019

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