AC World Series
Souveräne Kiwis besiegen „Team Korea”

Die Sensationstruppe unter koreanischer Flagge wurde erst im Finale von den Neuseeländern gestoppt. Und so mancher machte sich Notizen

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 17.09.2011

Gilles Martin-Raget/ACEA Gewohnter Anblick: „Team Korea" zeigt den anderen wie „Artemis Racing", wo's langgeht

Vorerst ging gestern die Serie des Überraschungsteams weiter: Chris Draper und Kollegen machten im Semifinale bei eher wechselhaften Winden mit dem haushohen Favoriten „Artemis Racing” kurzen Prozess. Wie schon am Freitag gegen „Energy Team” lagen sie in beiden Rennen zurück und kreuzten dennoch als Sieger die Ziellinie. Sehr zur Freude der zahlreichen Zuseher, die Draper und seinen beiden britischen Kollegen an Bord von „Team Korea” den erträumten Heimvorteil verschafften. Diese vielbeachtete Leistung gibt den kleinen Teams Hoffnung, bei den AC45 gelegentlich ganz vorne mitmischen zu können, auch wenn die Kasse knapp ist.

Gilles Martin-Raget/ACEA Ein Quäntchen besser: Die routinierten Neuseeländer (r.) zeigten im Finale dem überraschend starken „Team Korea", wer Herr im Hause ist

Im Finale folgte dann das Lehrspiel der sehr guten und sehr verlässlichen Neuseeländer, die die Underdogs gnadenlos mit 2:0 in die Schranken wiesen und sich damit den Matchrace-Titel von Plymouth sicherten. „Schön, nach einem zweiten Platz beim letzten Mal hier zu gewinnen”, sagte Steuermann Dean Barker. „Ziemlich cool, die vielen Leute auf der Hoe. Hoffentlich bieten wir denen auch ‘ne gute Show, (aber) nun machen wir uns bereit, das Ganze morgen (beim Fleetrace) zu wiederholen. Das Double wär’ natürlich toll.”

Gilles Martin-Raget/ACEA Der Winker: Dean Barker, Lenker von „Team New Zealand" ist sicherlich einer der Besten der Zunft

Draper war trotz Finalniederlage glücklich. „Wir hatten das Gefühl, in Cascais richtig was gelernt zu haben, wir freuen uns riesig, dass wir’s hier auf die Reihe bekommen haben und hoffen, dass wir für morgen noch ein wenig Pepp haben”, sagte der abgekämpfte Steuermann, der Freitag und Samstag mit seinen Mannen insgesamt sieben Wettfahrten zu segeln hatte. Im kleinen Finale besiegte „Artemis” das US Team ”Oracle Racing Coutts” und profitierte davon, dass die Gegner einmal irrtümlich über die Kursbegrenzung hinausgesegelt waren, was eine Strafe zur Folge hatte. Auf Platz fünf landete „Oracle Racing Spithill”, das „Energy Team” am Start zum Platzierungslauf elegant über die Linie luvte.

Ricardo Pinto/ACEA Die Matchrace-Sieger bei der Ehrung: (v.l.) „Team Korea", „Team New Zealand" und „Artemis Racing"

Heute ab 16 Uhr MESZ gibt’s das Fleetracefinale, das einfach zu verfolgen ist, denn der Erste ist auch tatsächlich Sieger. Wenn die Wetterfrösche Recht behalten, wird’s ein telegener Spaß, denn es ist viel Wind vorhergesagt.

Zur Eventseite und zum Livestream .


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Themen: AC45America's CupArtemis RacingChris DraperDean BarkerFormatPlymouthRussell CouttsTeam KoreaTeam New Zealand

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