America's Cup

Kleine Muskelschau im Great Sound

Das Emirates Team New Zealand hat als letztes seinen AC50-Katamaran im Cup-Revier vor Bermuda aufs Wasser gebracht und einen exzellenten ersten Eindruck gemacht

Tatjana Pokorny am 23.04.2017
35. America's Cup
Hamish Hooper/ETNZ

Das Emirates Team New Zealand zum ersten Mal im Einsatz auf dem Great Sound

Lässig, die Kiwis! Als letzte Mannschaft hat nun auch das Emirates Team New Zealand seinen AC50-Katamaran vor Hamilton zu Wasser gelassen und umgehend ein paar souveräne Runden gedreht. "Für uns war das ein großer Tag, dieser erste Segeltag vor Bermuda. Es ist die Summe jahrelanger Arbeit", sagte Team-Manager Kevin Shoebridge. Und dieses Ergebnis wollten auch die Konkurrenz und Cup-Fans sehen. Die Kiwis wurden bei ihrer kleinen Muskelschau im Great Sound von einer großen Anzahl Boote und einer vermutlich noch größeren Anzahl laufender Kameras begleitet wie ein seltenes Zootier.

Die Kiwis haben ihren AC50-Kat vor Bermuda zu Wasser gelassen und mit der "Aotearoa" ein paar erste eindrucksvolle Runden gedreht. Dabei machten sie einen schnellen und souveränen Eindruck – sicher ein Zweck der Übung, die auch Demonstration sein sollte

"Es war eine starke Leistung von unseren Jungs, die nur zehn Minuten nach dem Ablegen eine Serie von Foiling-Wenden absolviert haben", sagte Skipper Glenn Ashby, "ich ziehe meinen Hut vor dem ganzen Team. Was uns angeht: Wir sind sehr happy!" Knapp drei Wochen nach dem letzten Segeleinsatz vor Auckland, der anschließenden Reise nach Bermuda und dem Camp-Aufbau lief es zum Auftakt rund für die Neuseeländer, die selbst von einer "Armada" an Begleit- und Beobachtungsbooten berichteten. 

Peter Burling

Steuermann für das Emirates Team New Zealand: Peter Burling war zufrieden nach den Auftaktschlägen im Great Sound

Überraschend doch noch am Samstagabend Ortszeit hatten Boot und Crew in idealen 10 bis 12 Knoten abgelegt und Boot wie Systeme einem ersten Test unterzogen. Die Jungfernfahrt vor Hamilton, vor der sich vermutlich nicht nur Glenn Ashby "wie eine Katze auf dem heißen Blechdach" gefühlt hatte, lief nach Plan. "Es war wirklich fantastisch, da rauszugehen und einen ersten Vorgeschmack vom Regattakurs zu erhalten. Es ist jetzt schon ziemlich klar, dass das hier eine wirklich großartige Regatta wird. Das Team hat seinen Boliden zunächst mit Ersatz-Foils aufs Wasser geschickt, da die Regatta-Foils nach Beschädigung in Neuseeland noch repariert werden.

"Wir hätten das Boot lieber mit den Race-Foils zu Wasser gebracht", sagte Ashby, "aber wir müssen sicher sein, dass die Reparaturen hundertprozentig gelingen und wollen nichts übereilen. Wir werden sie hoffentlich schon bald zurückbekommen." Seine Eindrücke von den anderen Teams beschrieb Ashby so: "Die sehen alle so aus, als hätten sie Stärken wie auch einige Schwächen. Bei uns wird es nicht anders sein. Damit ist das Rennen bereits eingeläutet: Wer macht nun das Beste aus den kommenden fünf Wochen, um in Vorbereitung auf den Start am 26. Mai das Maximum an Speed zu generieren?"

35. America's Cup

Das Emirates Team New Zealand zum ersten Mal im Einsatz auf dem Great Sound

Tatjana Pokorny am 23.04.2017

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