America's Cup
Kiwis führen den ersten AC72 aus

Die Segelpremiere des neuen AC-Kats von Team New Zealand fand gestern statt. Gesegelt wurde im ersten Gang und mit angezogener Handbremse

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 01.08.2012

ETNZ Das neue Geschoss

Auch wenn der Wind gestern wegen des Regens am Hauraki-Golf nicht so recht mochte, durften die Segler ihren neuen AC72-Kat nie von der Kette lassen. Unter den wachsamen Augen der Ingenieure wurden die Lasten nur langsam erhöht, bevor sie zwecks Überwachung und Aufzeichnung mittels Telemetrie zum 1200-PS-Tender geschickt wurden. Auf einem Rumpf segelte das Monstrum mit seinem 40 Meter hohen Flügelmast wenn, dann nur kurz. Das überraschte freilich nicht, denn die Neuseeländer wollten sich auf gar keinen Fall von den Spionen Oracle Racings und Luna Rossas, die im Schlaucher hinterherfuhren, in die Karten blicken lassen. Teamchef Grant Dalton war zufrieden. „Wir wissen jetzt mehr als in der Früh, und deshalb gehen wir ja testen”, gab er im Anschluss zu Protokoll.

ETNZ Zum Hinterherhecheln, nicht zum Umweltschutz: Der 1200-PS-Tender

„Da traf die Wissenschaft aufs richtige Leben”, ließ Skipper Dean Barker nach der Ausfahrt verlauten. „Wir müssen die Lasten erst bei leichten und mittleren Winden einschätzen lernen”, führte Barker weiter aus. „Wenn der Wind zunimmt, steigt auch der Adrenalinpegel.”

ETNZ Maststellen am Morgen

Es war der erste von 30 Segeltagen, die laut Reglement von 1. Juli 2012 bis 31. Januar 2013 mit den AC72 erlaubt sind. Sollte ein zweites Boot gebaut werden, darf dies frühestens am 1. Februar 2013 gewassert werden und nur maximal 45 Tage bis zum Stichtag 1. Mai 2013 gesegelt werden. Die Ausscheidungswettfahrten des Louis Vuitton Cups in San Francisco gehen vom 4. Juli bis zum 1. September 2013 über die Bühne. Das Finale um den 34. America’s Cup steigt vom 7. bis 22. September.


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Themen: AC72America's CupDean BarkerTeam New Zealand

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