AC72
„Gleich mal 30 Knoten vor dem Wind"

Bei der 3. Ausfahrt loten die Neuseeländer das Speedpotenzial ihres AC72 aus. Dabei experimentieren sie mit schrägen Schwertkonfigurationen

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 16.08.2012

Chris Cameron/ETNZ Mehr Dampf. Bei 20 Knoten Wind läuft der AC72 30 Knoten Spitze

Als ein guter Tag im Büro wurde die dritte Ausfahrt des AC72-Kats vom Team New Zealand beschrieben. Der sonst eher stoische Teamchef Grant Dalton strahlte und zeigte sich zufrieden: „Es war ein Quantensprung vom ersten und zweiten Training. Wir segelten bei 20 Knoten Wind, zeitweise auch bei mehr, und hatten keinerlei Probleme. Ich finde es irgendwie cool, gleich mal mit 30 Knoten vor dem Wind dahinzubrettern …“

Die dritte Ausfahrt zeigte, was auf einem AC72 bei 5 Bft abgeht

Alles habe gehalten, die Systeme hätten alle funktioniert, und man habe auch rennmäßige Wenden fahren können, die einiges an Laufarbeit erforderten, denn auf dem riesigen Deck sind die Wege sehr lang. Dabei zeigte sich, dass auf diesen mächtigen Kats mit Schwertern experimentiert wird, die beinahe die Funktion eines Tragflügels haben, um das Boot zu stabilisieren und mehr Auftrieb zu erzeugen, der die benetzte Fläche verringert, die bekanntlich ein lästiger Bremsfaktor beim Schnellsegeln ist. Im Video ist zu sehen, wie hoch der Leerumpf aufschwimmt, obwohl das Boot auf der Kreuz gut Krängung hat. Es wird auch spekuliert, dass die Ruderblätter wie bei den Motten eine T-Form haben, doch dies lässt sich im Moment wenigstens mit den vorliegenden Bildern nicht bestätigen.

Jetzt hat dieses Abenteuer erst mal Pause, denn nächste Woche steht die America’s-Cup-World-Serie in den kleinen AC45 in San Francisco an.

AC72

7 Bilder

"Ein guter Tag im Büro"


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Themen: AC72America's CupAucklandSan FranciscoTeam New Zealand

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