AC World Series
Ein roter Mond strahlt über allem

Die Schlacht ist geschlagen und die Regatta gewonnen. Luna Rossa steht am Schluss ganz oben, sehr zur Freude der Fans und des Landes

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 16.04.2012

Gilles Martin-Raget/ACEA Schnell und riskant: Luna Rossa mit Wind von Backbord

Na also, die Italiener haben das Siegen doch noch nicht verlernt. Was ihren Kickern derzeit schwer fällt, ging den Seglern bei der America’s Cup World Series leicht von der Hand. Luna Rossa Piranha, das von Chris Draper gesteuerte Boot, holte sich bei Regen, leichten und drehenden Winden das letzte Fleetrace und den Gesamtsieg. „So eine Regatta und so ein Teamwork machen richtig Spaß”, kommentierte der strahlende Draper, der im Vorjahr noch mit den bescheidenen Möglichkeiten von Team Korea jonglieren musste, aber auch da schon Aufmerksamkeit erregen konnte. Nun werkt er für die Mode-Millionäre von Prada, die gern gewinnen und entsprechend investieren. „Wir haben uns nichts Großes erwartet, aber der Sieg im Fleetrace und der zweite Platz im Matchrace sind einfach ein Hammer”, so Draper.

Gilles Martin-Raget/ACEA Hinterher: Oracle Spithill musste sich Luna Rossa geschlagen geben, holte aber die Führung in der Gesamtwertung

Auf Platz 2 landete in der Wettfahrt Oracle Racing Spithill mit 1:15 Minuten Rückstand, nachdem sie vom letzten Platz weg durchs Feld stürmten, vor Artemis und Team New Zealand. In der Regatta bedeutete dies ebenfalls Platz 2 für Spithill und Kollegen und zwar vor den Kiwis, die sie nun in der Gesamtwertung mit einem Punkt Vorsprung von der Spitze verdrängt haben.

Gilles Martin-Raget/ACEA Wieder gut: Energy Team, das trotz knappem Budget abermals vorn mitmischte

Den vierten Platz in Neapel holte sich die abermals starke französische Equipe von Energy Team mit Loïck Peyron und Steuermann Yann Guichard, die auch insgesamt Vierte sind, dabei aber mit einem Bruchteil des Budgets von Oracle, New Zealand, Artemis und Prada wirtschaften müssen. Ähnliches gilt für Team Korea, das mit dem neuen Steuermann Nathan Outteridge abermals gute Figur machte und als Fünfter einige der besagten Schwergewichte, wie Artemis und die zweiten Boote von Luna Rossa und Oracle Racing, hinter sich ließ. Schlusslicht war wie gewohnt China Team, die auch mit neuen Seglern kein konkurrenzfähiges Team auf die Piste bringt.

Gilles Martin-Raget/ACEA Schweden-Power: Matchrace gewonnen, beim Speedbewerb Platz 2 belegt

Der Matchrace-Event wurde von Artemis Racing gewonnen, die im Finale mit Draper und Luna Rossa Piranha kurzen Prozess machten, weil die Italiener eine Wende in der Vorstart-Phase vermasselten. Somit gab es für die Schweden doch noch einen versöhnlichen Abschluss, nachdem sie am Eröffnungstag bei Starkwind ihre Chancen im Fleetrace mit einer Kenterung begraben mussten. Beim eher schaumgebremsten Speedbewerb wurde Artemis hinter Oracle Racing Bundock mit zwei Hundertstelsekunden Rückstand Zweite.

Gilles Martin-Raget/ACEA Freude in Neapel: Im Fußball lief es nicht, dafür beim Segeln umso besser

Die nächste Regatta findet in Venedig statt, vom 15. bis 20. Mai.

Fleetracing Neapel Endstand

  1. Luna Rossa - Piranha (Chris Draper); 92 Punkte
  2. Oracle Racing – Spithill (James Spithill); 77
  3. Emirates Team New Zealand (Dean Barker); 60
  4. Energy Team (Yann Guichard); 54
  5. Team Korea (Nathan Outteridge); 49
  6. Luna Rossa – Swordfish (Paul Campbell-James); 41
  7. Artemis Racing (Terry Hutchinson); 40
  8. Oracle Racing - Bundock (Darren Bundock); 37
  9. China Team (Fred Le Peutrec); 17

Die Ergebnisse im Detail

Zusammenfassung Schlusstag


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