America's Cup

Die Uhr ist abgelaufen: DutchSail streicht die Segel

Der große Traum der holländischen America's-Cup-Antreiber ist vorerst geplatzt. Doch das zweite amerikanische Last-Minute-Team aus Long Beach bleibt im Rennen

Tatjana Pokorny am 01.07.2019
36. America's Cup
Emirates Team New Zealand

Die begehrteste Trophäe des internationalen Segelsports: der America's Cup

Die Enttäuschung ist größer als die Überraschung, denn es war zuletzt zu still geworden um Cup-Antreiber Simeon Tienpont und seine Pläne: Das holländische America's-Cup-Team DutchSail hat sich nun auch offiziell vom 36. America's Cup abgemeldet. Zu steil war der kommerzielle Gipfel, zu weit inzwischen die Zeit vorangeschritten, in der sich die Mannschaft auf die Vorregatten zum America's Cup hätte vorbereiten müssen. Vom Bau eines Bootes einmal ganz zu schweigen. Während die ersten Cup-Yachten der großen und potenten Teams bereits in den kommenden Wochen vorgestellt werden sollen, haben es die Niederländer entgegen aller Anstrengungen nicht geschafft, ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen. 

36. America's Cup

Sie haben gekämpft und alles gegeben, doch Holland muss weiter auf den America's-Cup-Aufbruch warten. Antreiber und Skipper Simeon Tienpont (l.) und Top-Manager Elco Blok mussten die Segel streichen

Das zweite Last-Minute-Team aus Amerika aber will noch nicht aufgeben und hat sein Engagement einmal mehr bekräftigt: Der Long Beach Yacht Club und das Team Stars + Stripes haben am Dienstag erneut bestätigt, dass sie noch lange nicht ans Aufgeben denken. In einem Presse-Statement sagt die Vereins-Vorsitzende Camille Daniels: "Der Long Beach Yacht Club hat sich verpflichtet, die Startlinie der ersten Regatta der America's-Cup-Weltserie in Cagliari in Italien zu erreichen. Unsere Mitglieder freuen sich darauf, und wir alle arbeiten hart an dem Ziel, den America's Cup nach Long Beach zu bringen."

Mike Buckley, einer der Gründer und designierter Skipper der amerikanischen "Stars + Stripes", sagte: "Wir begrüßen die Unterstützung des Long Beach Yacht Club und seiner Mitglieder und auch die Hilfestellungen seitens des Emirates Team New Zealand und der Royal New Zealand Yacht Squadron während der vergangenen Monate, in denen wir unser Team neu organisiert haben. Wir machen weiter Fortschritte mit unseren kommerziellen Partnern und glauben daran zu haben, was es für eine wettbewerbsfähige Kampagne in Auckland braucht." Während erste Startgelder durch das Team bereits bezahlt wurden, wird am 1. Oktober dieses Jahres eine weitere Million US-Dollar fällig, die späte Herausforderer zu entrichten haben.

36. America's Cup

Matchrace-Ass Taylor Canfield zählt zu den Galionsfiguren des amerikanischen Teams Stars + Stripes

Tatjana Pokorny am 01.07.2019

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