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Die Hausherren sind Herr im Haus

Die zwei Oracle Boote erteilten bei den Fleetraces Segelunterricht. Oracle Racing Spithill stieg auch ins Matchrace Semifinale auf

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 24.08.2012

Gilles Martin-Raget/ACEA Für die Galerie: Ein bisschen Show muss sein, deshalb kommen die Leute ja

Erst wurde Russell Coutts' Name auf der großen Anzeigetafel am Marina Green in San Francisco eingespielt, beim zweiten Lauf dann der von Jimmy Spithill. Die Hausherren von Oracle Racing ließen nichts anbrennen und übernahmen bei neuerlich grauem Wetter und vier Windstärken das Kommando im Fleetrace-Bewerb. Coutts feierte im ersten Lauf einen Start-Ziel-Sieg. Im nächsten Rennen überholte Spithill am ersten Raumschotkurs die aufmüpfigen Chinesen, die kurz geführt hatten, und hielt sich dann mit schulmeisterlicher Ruhe beide schwedischen Artemis-Boote vom Hals. Die zahlreichen Trainingstage auf der Bay machen sich halt bezahlt, weil hier nur der gewinnt, der die richtige Fahrspur im Strom findet, und das ist in San Francisco nun mal keine exakte Wissenschaft.

Gilles Martin-Raget/ACEA Fleetrace-Start vor dem St. Francis Yacht Club

Spithill liegt in der Fleetrace-Gesamtwertung mit den Plätzen 2 und 1 und 22 Punkten vor Coutts, der nach dem Auftaktsieg einen sechsten Platz ins Ziel brachte und sechs Zähler Rückstand aufweist. Dahinter der erste Debütant, der argentinische Tornado-Crack Santiago Lange, der Artemis Red gekonnt um den Kurs wuchtete und nach den Plätzen 6 und 2 nur zwei Punkte hinter Coutts liegt. Auf Platz vier dann Artemis White mit Terry Hutchinson, gefolgt von Team Korea mit Nathan Outteridge, der nach dem Ausscheiden in der Matchrace-Quali beweisen wollte, dass er den AC45 besser im Griff hat als ein paar seiner prominenten Kollegen.

Gilles Martin-Raget/ACEA Coutts kann's: Start-Ziel-Sieg im ersten Lauf

Einer von denen, Ben Ainslie mit JP Morgan BAR, musste nach dem nicht ganz unumstrittenen Aufstieg ins Matchrace-Viertelfinale vom Mittwoch tüchtig Lehrgeld entrichten und fand sich mit den Plätzen 10 und 5 auf den billigeren Plätzen wieder. Fazit: Zwischenrang 8 in der Gesamtwertung. Ähnlich erging es Dean Barker mit dem Co-Favoriten Team New Zealand, der mit einem achten und einem neunten Platz daneben griff. Start verschlafen und nicht mehr nach vorne gekommen, lautete die Manöverkritik. Doch Barker wird sich definitiv nicht da hinten verstecken. „Es sind noch drei Renntage”, tröste sich der Kiwi-Skipper, „und im allerletzten Rennen gibt es 40 Punkte für den Sieg”.

Gilles Martin-Raget/ACEA So winken Sieger: Spithill nach dem Gewinn der zweiten Wettfahrt

In den beiden ersten Begegnungen des Matchrace Viertelfinales eliminierte Matchrace-Champion Hutchinson mit Artemis White die Italiener von Luna Rossa Swordfish mit Paul Campbell-Jame. Danach flogen Luna Rossa Piranha und Chris Draper gegen Oracle Racing Spithill raus. Hutchinson und Spithill sind somit die ersten Semifinalisten, die beiden anderen werden heute in den Paarungen JP Morgan BAR gegen Team New Zealand und Oracle Racing Coutts gegen Energy Team ermittelt.

Der erste Start zum ersten Matchrace erfolgt um 14:05 Ortszeit, das ist 23:05 MESZ. Livebilder gibt es am YouTube-Kanal bzw. mit der neuen America’s-Cup-App für iPhone und iPad (Android in Kürze), die die Zuseher mit aktuellen Nachrichten, Ergebnissen, Videos, Veranstaltungshinweisen und Livebildern verrsorgt. Gratis download im iTunes-App-Store.

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