America’s Cup
Deutsche Initiative mit Roland Gäbler

Der Katamaran-Spezialist will mit einem deutschen Team beim Cup 2017 an den Start gehen. Er sieht viel Potenzial im "Technologie-Paradies"

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 12.04.2015

Martin Vanzulli / catsailingnews.com Ein erster Entwurf des neuen AC48

"Wenn nicht jetzt, wann dann", sagt Gäbler zum Start seines America’s-Cup-Projektes. Der mehrfache Tornado-Weltmeister und Olympia-Medaillengewinner im Tornado will bei der Verteidigung 2017 vor Bermuda mit einem deutschen Team vertreten sein. "Das Technologie-Knowhow dafür ist in Deutschland auf jeden Fall vorhanden, wir leben doch in einem Technologie-Paradies", so der 50-jährige Bremer.

Sailgermany Das Teamlogo zeigt den Fokus: Es wird auf die Foils ankommen

Eigentlich hatte er den Plan, erst beim darauffolgenden Cup im Jahr 2020 mit einem Team dabei zu sein. Dieses wollte er langsam aufbauen, unter anderem durch Teilnahmen am GC32-Cup mit foilenden Katamaranen sowie beim Youth America’s Cup. Doch der überraschende Beschluss der Cup-Organisatoren, mit kleineren 48-Fuß-Katamaranen statt der geplanten AC62 den kommenden Cup zu bestreiten, habe dem Projekt einen Turbo verliehen.

N. Krauss Roland Gäbler

(Die neue Klassenregel kann hier heruntergeladen werden.)

"Plötzlich ist der Cup sponsorenfinanzierbar geworden", so Gäbler. Die Teilnahme von Frankreich, Japan und China sei sehr wahrscheinlich, warum dann nicht auch eine aus Deutschland, fragt er. "Die Organisatoren haben da ein sehr interessantes Paket im Angebot", so Gäbler. Es würde ein komplettes Boot angeboten, mit dem man nahe am Technologiestand der anderen Herausforderer wäre und mit dem man sofort lossegeln könne.

Entwicklungsarbeit würde dann vor allem an den Foils stattfinden. "Es kommt heute nicht mehr darauf an, überhaupt abzuheben, sondern wie", so Gäbler. Also ab welchen Geschwindigkeiten das Boot abhebe und wie manövrierbar es dabei bliebe.

Verträge mit Technologiepartnern seien bereits im Entstehen, außerdem sollten zwei neue deutsche Katamaranprojekte, die derzeit noch in der Prototypenphase stecken, als Versuchsplattformen dienen.

Wichtigste Aufgabe für ihn sei jetzt die Sponsorensuche, 4,6 Millionen Euro pro Jahr bis zum Cup, also knapp 14 Millionen Euro, seien nötig.

Homepage der Kampagne


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Themen: America’s CupGäblerSailgermany

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