Youth America's Cup
Außenseiter mit Mut und Motivation

San Francisco ist nächste Woche Schauplatz der ersten Sichtung für den Youth America’s Cup. Die Deutschen sind dabei, wollen aber mehr

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 04.02.2013

Guilain Grenier/Oracle Team USA Fliegendes Klassenzimmer mit Meister Darren Bundock (r.)

Einen 45-Fuß-Kohlefaserkat mit Flügelrigg bei Windstärke 5 auf der San Francisco Bay um die Bojen zu wuchten ist echter Männersport – ein Adrenalin-Abenteuer für Athleten und Könner. Es gibt derzeit allerdings nur wenige, die dieses Spiel wirklich beherrschen, und das sind praktisch ausschließlich Profisegler, die bei den großen Teams unter Vertrag stehen. Um jedoch den Fortbestand der publikumswirksamen Katamaranregatten wie der America’s Cup World Series zu sichern, muss Nachwuchs her. Und genau das soll der Youth America’s Cup leisten.

Deshalb werden in den kommenden Wochen neben den Deutschen auch Segler aus Argentinien, Australien, Dänemark, Großbritannien, Italien, Neuseeland, Österreich, Portugal, Südafrika und der Schweiz zur Sichtung nach San Francisco gebeten. Gesegelt wird mit sechs Mann und einem "Fahrlehrer”, der die Neulinge in der fachgerechten Handhabung dieser Schwimmuntersätze unterweisen wird.

Guilain Grenier/Oracle Team USA Fahrstunden auf dem AC45

Eine siebenköpfige Mannschaft, gestellt vom Sailing Team Germany und vom Norddeutschen Regatta-Verein unter der Führung von Projektleiter Markus Koy, wird Deutschlands Farben bei der Selektion zum ersten Youth America’s Cup vertreten. Das dazu nominierte Personal: Erik Heil (Steuermann), Philipp Buhl (Skipper/Taktik/Flügeltrimm), David Heitzig (Runner), Max Boehme (Vorsegeltrimm), Max Kohlhoff (Bugmann), Michael Seifarth (Floater) und Justus Schmidt (Ersatz).

STG/Koy Erik Heil

STG/Koy Philipp Buhl

Auch wenn Heil (49er) und Buhl (Laser), die die Schlüsselpositionen besetzen, erfahrene und erfolgreiche Segler in Olympiaklassen sind, fehlt dem Team die Erfahrung auf extremen Kats, wie dem AC45.  "Wir starten als klarer Außenseiter, da wir wenig Katamaran-Erfahrung haben”, schätzt Koy die Lage realistisch ein. "Ein großes Plus ist aber unser engagiertes, talentiertes und angstfreies Team.” Weil die Konkurrenz mit ähnlichen Erfahrungsdefiziten kämpfen wird, kommt es auf die Lernfähigkeit und das Teamwork an, das von Experten beurteilt wird, bevor die besten Teams der Selektion für die Youth-America’s-Cup-Regatta nominiert werden.


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Themen: Oracle Team USARed BullRoman HagaraSan FranciscoYouth America's Cup

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