Regatta-News
Zweites Drama bei ARC

Ein britisches Ehepaar nimmt nach einem Ruderschaden die Hilfe der Flotte in Anspruch

  • Carsten Kemmling
 • Publiziert am 06.12.2002

Erneut haben Teilnehmer bei der Atlantic Rally for Cruisers (ARC) eine Rettungsaktion ausgelöst. Peter und Zara Davis aus Plymouth baten um Hilfe, nachdem mitten auf dem Atlantik das Ruder ihrer Hunter Legend 450 "F2" gebrochen war.

Aber im Gegensatz zu dem Todesfall vor wenigen Tagen scheint das Drama weitaus glimpflicher ausgegangen zu sein. Der Veranstalter World Cruising Club organisierte eine groß angelegte Hilfsaktion, nachdem die Engländer die Rettungszentrale in Falmouth angerufen hatten.

Von dort wurden vier ARC-Yachten in der Nähe lokalisiert und zu dem Havaristen geschickt. Sie versuchten, die "F2" in Schlepp zu nehmen, aber die Bemühungen scheiterten wegen des hohen Schwells. Es gelang ihnen, ein Notruder zu montieren. Aber die Aussicht, ohne Selbststeueranlage damit zum 300 Meilen entfernten nächsten Hafen auf den Kapverden zu kreuzen, waren ebenso wenig verlockend, wie den noch weiteren Weg zum Zielhafen in St. Lucia aufzunehmen.

Die Situation änderte sich, als der 65 Meter lange Oldtimer "Tenacious", ebenfalls ein ARC-Teilnehmer, erschien. Dessen Crew schaffte es, ein völlig neues Ruder zu bauen, mit dem auch der Autopilot wieder funktionierte.

Inzwischen ist die "F2" auf Kurs Richtung St. Lucia, begleitet von der ARC-Yacht "Muskrat". Die "Tenacious" hat wieder abgedreht und Kurs auf die "Toutazimut" des erschöpften David Hitchcock genommen. Der ist einhand unterwegs, seitdem er vor wenigen Tagen seinen Bruder verloren hat.


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Themen: ARCAtlantic Ralley for CruisersDramaHunter Legend 450 PeterRettungZara Davis

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