Extreme Sailing Series
Zweites deutsches Team in Kiel dabei!

In sprichwörtlich letzter Minute meldet Johannes Polgar für das Kat-Spektakel auf Extreme 40 am Wochenende

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 24.08.2010

YACHT-Archiv Rückkehr auf zwei Rümpfen: Starboot-Europameister Jojo Polgar segelt am Wochenende Extreme 40 in Kiel

Das ist eine faustdicke Überraschung: Ein zweites deutsches Team unter der Leitung von Skipper Johannes Polgar – Starboot-Europameister aus Hamburg – wird bei der Extreme Sailing Series in Kiel vom 26. bis 29. August an den Start gehen.

Das Audi Sailing Team Germany tritt erstmals und sehr spontan in der europaweit ausgetragenen Regattaserie in Kiel an. „Das ist eine ganz tolle Veranstaltung und die Windvorhersage ist der Hammer“, freut sich „Jojo“ Polgar. Das findet auch Wirsol-Skipper Roland Gäbler und wünscht den Jungs, dass sie "heil über die Runden kommen“.

Der Elan der deutschen Segler überrascht. So meint etwa der Skipper des Red Bull Sailung Teams, der zweimalige Olympiasieger Roman Hagara (Österreich): “Die Startlinie in Kiel wird unglaublich schmal. Jedes weitere Boot erhöht natürlich die Spannung. Die Jungs sind alle Top-Athleten und wissen sicher, was sie tun. Wir freuen uns über jeden weiteren Konkurrenten.”

Die Nachricht vom zweiten deutschen Boot sorgt bei Veranstalter OC Events für Begeisterung, sind es doch nun die angestrebten neun Teams, die in Kiel bei der dritten Etappe der Extreme Sailing Series an den Start gehen.

Und die Besetzung liest sich wie ein „Who`s who“ des deutschen Segelsports. „Mein Starboot-Vorschoter Markus Koy ist dabei, außerdem der Starboot-Vorschoter Timo Jakobs und der 49er Segler Lorenz Huber“, zählt Polgar auf. Zusätzliche Verstärkung kommt von Heiko Kröger aus Kiel, dem siebenmaligen Weltmeister der 2.4mR-Klasse. "Allen ist eines gemeinsam: Sie sind noch nie Katamaran gesegelt", meint der Skipper. Polgar selbst immerhin kommt vom Tornado und hat Multihull-Erfahrung. Dennoch wird es das Team schwer haben, den Erfahrungsvorsprung der Konkurrenz aufzuholen.

Seit Montag wird der Extreme 40 vorbereitet. Klar, dass die Segler so schnell wie möglich aufs Wasser wollen — Donnerstag um 14.30 Uhr fällt bereits der erste Startschuss für das Wettfahrtprogramm. Kiels Stadtpräsidentin Cathy Kietzer wird selbst das erste Rennen anschießen.

Während das Audi Sailing Team Germany praktisch am Anfang steht, hat das Wirsol Team Germany viel trainiert und musste schon die ersten Hürden bewältigen. Skipper Roland Gäbler erwischte im August eine schwere Halsinfektion, die sogar zum ärztlichen Segelverbot führte.
Zwar kribbelt es in seinen Fingerspitzen, aber der Skipper traf gemeinsam mit Sponsor Wirsol und dem Team die Entscheidung, das Team von außen zu unterstützen.

Tino Mittelmeier wird den Extreme 40 steuern, Niko Mittelmeier kümmert sich nun um Taktik und Traveller, Benedikt Wenk wird als Vorschiffsmann ins Team aufrücken und Michael Walther aus Kiel muss Gunnar Struckmann (Kiel) ersetzen. Der einstige Tornado-Vorschoter Gäblers zog sich im Training einen Bänderriss zu und muss seinen „Job“ an den 29 Jahre alten Kieler Jura-Studenten Walther abgeben. Der kennt sich aus auf Katamaranen, segelte bereits Formula 18 und war dreimal Deutscher Hobie-Meister.

Das Wirsol Team Germany sammelte in Kooperation mit Kiel.Sailing City bereits 2009 Erfahrungen mit den schnellen Extreme 40-Kats und trainiert seit dem 13. August auf der Kieler Innenförde. „Man muss wirklich topfit sein auf diesem Boot. Ich will das Team nach vorne bringen und nicht schwächen, also mache ich den Support von außen“, sagt Gäbler.


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