Langstrecken-Regatta
Zwei deutsche Segler bereiten sich auf die Route du Rhum vor

Das wird ein Regatta-Leckerbissen zum Jahresende: Segelprofi Boris Herrmann und der Hamburger Arnt Bruhns nehmen Kurs auf den französischen Klassiker

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 12.09.2018
"Malizia II" mit Boris Herrmann und Thomas Ruyant "Malizia II" mit Boris Herrmann und Thomas Ruyant "Malizia II" mit Boris Herrmann und Thomas Ruyant

Jean-Marie List/ALeA "Malizia II" mit Boris Herrmann und Thomas Ruyant

123 Boote sind für die 11. Auflage der Route du Rhum – Destination Guadeloupe gemeldet. Darunter so namhafte französische Seehelden wie Rekordjäger Thomas Coville mit "Sodebo Ultim'", die Vendée-Globe-Triumphatoren François Gabart mit der neuen "Macif" und Armel Le Cléac'h mit der "Banque Populaire" oder Sébastien Josse mit seiner "Maxi Edmond de Rothschild".

BPCE/L. Peyron Zählt zu den erfolgreichsten und bekanntesten Seglern der Welt: Loïck Peyron

Die Liste der Teilnehmer liest sich wie das "Who’s Who" des französischen Solosegelns. Francis Joyon ("Idec Sport"), Jérémie Beyou ("Charal") und Sam Davies ("Initiatives Cœur") lassen sich die Herausforderung der Hatz über den Atlantik ebenso wenig entgehen wie Yann Eliès ("Ucar – St. Michel"), Paul Meilhat ("SMA"), Vincent Riou ("PRB"), Alex Thomson ("Hugo Boss"), Paralympics-Sieger Damien Seguin ("Apicil"), Sam Goodchild ("Goodchild"), Phil Sharp ("Imerys Clean Energy") und Isabelle Joschke ("Monnin"). In der Classe Rhum tritt unter anderem Loïck Peyron mit seiner "Happy" an. 2014 hatte der dreimalige Weltumsegler und Rekordjäger Peyron das Rennen in der großen Klasse Ultim mit der "Banque Populaire VII" gewinnen können, jetzt greift er mit einem "Old-School-Boot" an.

Andreas Lindlahr Bei der Atlantic Anniversary Regatta holten Boris Herrmann und seine Crew auf "Malizia – Yacht Club de Monaco" die "Line Honors" für das erste Boot im Ziel. Was geht für den Hamburger im Soloeinsatz bei der Route du Rhum?

Sven Jürgensen Die Class 40 "Iskareen" nach gelungener Atlantik-Überquerung mit Skipper Arnt Bruhns und Crew. Die Route du Rhum wird Bruhns als Solist bestreiten

Andreas Lindlahr "Malizia 2"-Skipper Boris Herrmann

Iskareen "Iskareen"-Skipper Arnt Bruhns

Auf der so überaus prominent besetzten Starterliste finden sich aber auch zwei deutsche Namen: Segelprofi und Wahl-Hamburger Boris Herrmann nutzt die Route du Rhum mit seiner Imoca "Malizia 2" zur Vorbereitung auf die geplante Vendée-Globe-Teilnahme im November 2020. Für den 37-Jährigen ist es die erste Teilnahme am rund 3540 Seemeilen langen Rennen von Saint-Malo nach Pointe-à-Pitre (Guadeloupe). Mit der Class 40 "Iskareen" erfüllt sich gleichzeitig der Hamburger Arnt Bruhns einen langgehegten Traum. Der 49-Jährige hatte 1989/90 am Whitbread Round the World Race teilgenommen und erst im Januar die Ex-"Nivea" erworben, um damit erfolgreich an der Atlantic Anniversary Regatta teilzunehmen, die zum 150. Vereinsjubiläum seines Norddeutschen Regatta Vereins im Sommer ausgetragen worden war. Dabei noch mit Crew im Einsatz, bereitet sich Bruhns nun auf den Soloeinsatz vor. Die "Iskareen" erhält gerade in Kiel bei Knierim Yachtbau ihren letzten Schliff, bevor Bruhns sie mit Bruder Sönke und Tochter Anna in den Hamburger Herbstferien nach Saint-Malo überführt, wo dann der Countdown bis zum Route-du-Rhum-Start am 4. November läuft und sich alle Teilnehmer versammeln.

Gesegelt wird die Route du Rhum – Destination Guadeloupe 2018 erstmals in sechs Klassen: Ultime, Multi50, Imoca, Class40, Rhum-Mehrrumpfer und Rhum-Einrumpfer. Für die Wertung jeder Klasse sind mindestens fünf Boote erforderlich. Zum Klassiker, dessen Premiere 1978 ausgetragen worden war, werden Boote ab 39 Fuß zugelassen.


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Themen: Arnt BruhnsBoris HerrmannGuadeloupeIskareenMaliziaRoute du RhumSt. Malo

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