Rund Bornholm
Zielsprint vor Warnemünde

In den Morgenstunden des dritten Renntages erreichten die ersten Yachten das Ziel in Warnemünde. Der Wind hat unterdessen kräftig zugenommen

  • Bendix Hügelmann
 • Publiziert am 10.07.2013

www.speedsailing.de / M. Kringel Ein enges Match bis zum Schluss: Die Elliot 57 "Opal" gegen den VO 60 "SEB". Am Ende hatte "SEB" die Bugspitze vorn

"Die Wellen beim Zieleinlauf gehen schon über die Brecher. Es knattert ordentlich und 10 Schiffe sind bereits im Ziel", so die aktuelle Statusmeldung der Rennleitung vom Hanseboot Rund Bornholm. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch überquerte die "SEB" (VO 60) um 03.08 Uhr als erste Yacht die Ziellinie und sicherte sich damit zum wiederholten Male den Titel "First Ship Home". Etwa eine halbe Stunde später folgte die Elliot 57 "Opal" vor der Brenta 55 "Ember Sea".

Nach einem moderaten Start am Montagmittag hatten die 63 teilnehmenden Yachten zunächst mit abnehmenden Winden bis hin zur totalen Flaute zu kämpfen. Tjark Schwebe, Mastmann an Bord der J/V 45 "Leu", beschreibt die Situation am ersten Abend des Rennens: "Nach einem ziemlich guten Start ging der Wind zusehends runter und war später schließlich komplett weg. Zwei Stunden totale Flaute auf Höhe Bornholm." 

Entscheidung bei Bornholm

Für die schnelleren Yachten im Feld ein taktischer Schlüsselmoment: "Die GP 42 'Imagine' orientierte sich für den Rückweg an der schwedischen Küste, während die Mädels auf 'Tutima' ihr Glück im Süden versuchte. Wir blieben mittig und verloren den Anschluss", so Schwebe weiter.

Laila Engler, Navigatorin an Bord der DK 46 "Tutima", beschreibt ein ähnliches Bild: "Bis Bornholm hatten wir unter Spinnaker traumhafte Bedingungen. Erst auf dem Rückweg wurde das Wetter extrem tricky, müßige Flautenlöcher inklusive." Auf Höhe Darßer Ort kam der Wind zurück und bescherte den führenden Yachten schließlich einen schnellen Reachgang bis ins Ziel.

Für die berechneten Ergebnisse ist diese Wetterentwicklung von entscheidender Bedeutung: Bleibt der Wind in den kommenden Stunden frisch, haben die kleineren, noch im Rennen stehenden Yachten eine reelle Chance, berechnet ganz nach vorn zu fahren. Den Crews der bereits gezeiteten Schiffe bleibt derweil nur abzuwarten und zu hoffen, dass sich der stärkere Wind des Vormittags nicht durchsetzt.

Vorläufige berechnete Ergebnisse liegen noch nicht vor. Hanseboot Rund Bornholm geht zudem in die Wertung der IDM Offshore mit ein, welche am vergangenen Sonntag bereits mit einer Wettfahrt im "Ocean Triangle"-Format begonnen hatte.

Racetracker

Veranstalter Das aktuelle Renngeschehen: Deutlich zu sehen, wie der Pulk der schnelleren Yachten bereits im Ziel ist, während die kleineren Schiffe nun mit frischem Wind schnell aufschließen


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