Maxi Yacht Rolex Cup
„Y3K" liegt weiter in Führung

Der Hamburger Claus-Peter Offen hat vor Sardinien die Stärke seiner Yacht unter Spinnaker mit einem Sieg erneut unter Beweis gestellt

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 09.09.2011

Rolex / Carlo Borlenghi Claus-Peter Offens "Y3K" unter Gennaker

Mit einem weiteren Sieg baute er am Donnerstag die Führung in der Wally-Klasse aus. Der britischen „Magic Carpet2“ unter Taktiker Jochen Schümann blieb nach einem Bruch der Spinnaker-Rollanlage Platz drei und damit weiterhin nur die Verfolgerrolle. Bei den Super-Maxis durfte die „Visione“ von Hasso Plattner nach gesegelter, aber auch nach berechneter Zeit in der ORC-Wertung einen Sieg feiern. In der Gesamtwertung bleibt Plattner auf Rang drei.

Das Revier um die Mittelmeerinsel Sardinien bot den Crews auf den Superyachten nach zwei Schwerwetter-Tagen diesmal perfekte Bedingungen mit Sonnenschein und Windgeschwindigkeiten zwischen 18 und 22 Knoten. Und die Wettfahrtleitung schickte die großen Yachten auf einen 28-Meilen-Kurs entlang der Küste. „Es war wirklich schönstes Segeln durch die Inseln, landschaftlich toll“, berichtete „Magic Carpet2“-Taktiker Jochen Schümann. „Aber wir sind nicht ganz zufrieden, denn wir waren an der ersten Marke in Führung, mussten dann aber die anderen ziehen lassen, als uns der Furler für den Spinnaker explodiert ist und wir den Spi wechseln mussten.“ Durch das zusätzliche Manöver ging viel Zeit verloren, die die 28,80 Meter lange „Magic Carpet2“ gegen die knapp zwei Meter längere Konkurrenz auf der „Y3K“ weder nach gesegelter noch nach berechneter Zeit aufholen konnte. „Auf den Spinnaker-Kursen ist es für uns ohnehin schwer, durch die Nachteile der kürzeren Wasserlinie die Führung zu halten. Und wenn die anderen weg sind, dann sind sie nicht mehr zu holen.“

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Ideale Segelbedingungen vor Sardinien

Naturgemäß war die Gemütslage auf der „Y3K“ eine ganz andere: „Wir hatten heute sicherlich auch das nötige Quäntchen Glück, dass die anderen Probleme hatten und wir dadurch nach vorn gespült wurden. Aber die Crewarbeit lief sehr gut, und das war heute der Schlüssel zum Erfolg“, sagte „Y3K“-Taktiker Thomas Jungblut aus Hamburg. Damit ist die Crew auf der 30,50 Meter langen Wally 100 ihrem Ziel eines Hattricks vor Sardinien ein großes Stück nähergekommen.

Platz zwei bei den Wallys belegte am Donnerstag die „Dark Shadow“, ebenfalls eine Wally 100 von André Auberton (Frankreich), die zwar im Ziel hinter der „Magic Carpet“ lag, sich berechnet aber noch vor die britische Yacht schob. In der Gesamtwertung führt die „Y3K“ indes vor der „Magic Carpet“.

In der Klasse der Mini-Maxis verteidigte die „Rán 2“ ihre Führung bei der Mini-Maxi-Rolex-Weltmeisterschaft. Der Schwede Niklas Zennström musste zwar im vierten Rennen einen vierten Platz verkraften, bleibt aber klar vor Peter Ogdens „Jethou“ und der „Alegre“ (beide Großbritannien). Der Hamburger Günter Herz liegt auf der „Allsmoke“ auf Platz fünf bereits deutlich hinter der Spitze zurück.

Bei den Supermaxis war die „Visione“ von Hasso Plattner (Walldorf) erneute die schnellste Yacht auf dem Kurs. Sieben Minuten kam sie vor der „Saudade“ des Hamburgers Albert Büll, dem mit 45,19 Meter größten Schiff des Maxi Yacht Rolex Cup, ins Ziel. Gemäß der Handicap-Wertung nach ORC lag die „Visione“ damit auch berechnet an der Spitze. Nach der IRC-Wertung musste sie aber der in klassischen Linien gebauten und 40 Minuten langsameren „Hetairos“ von Otto Happel (Hamburg) den Vortritt lassen. In der Gesamtwertung der Supermaxis über die kombinierte IRC/ORC-Wertung hat weiterhin die britische „Nilaya“ den Bug vorn. Es folgen die „Hetairos“ und die „Visione“, die „Saudade“ liegt auf Rang sechs.

Die letzte und alles entscheidende Wettfahrt findet am Sonnabend (10. September) statt.

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Themen: Maxi Yacht Rolex Cupoffeny3k

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