Regatta-News
WM im Eissegeln: Normale Härte

Auf estnischem Eis wurde Karol Jablonski Vize, Bernd Zeiger sechster

  • Matthias Beilken
 • Publiziert am 26.02.2002

www.icesailing.org Weltmeister Ron Sherry vor Bernd Zeiger (6.)

Es war wie so oft beim Eissegel-Sport: Die WM der DN Klasse, der hochkarätigsten und am weitesten verbreiteten Schlittenart überhaupt, sollte in Polen stattfinden. Aber die Luft dort war zu warm, das Eis schmolz.

Also zog der DN Tross um. Nach Haapsalu in Estland. Die Rennen wurden schließlich zwischen dem 18. und 22. Februar gefahren. Aber auch dort konnten nicht alle Rennen gefahren werden. Stürmischer Wind wehte das Eis brüchig und ließ Campingplätze verschlammen, so dass die Segler während der Woche die Quartiere wechseln mussten. Im letzten Rennen der WM holte Kachel-Crack Ron Sherry aus den USA den Titel in der Goldflotte. Vor dem deutsch-polnischen Multimeister Karol Jablonski. Der Kieler Bernd Zeiger wurde Gesamtsechster. Der letzte Tag der WM war derart windig, dass sich Schlitten trotz Kufenbremse ohne ihre Piloten übers Eis auf und davon machten. Im einigen Flotten (Es gab noch Silber, Bronze und Aluminiumflotten, die mit jeweils rund 50 Schlutten besetzt waren) fielen die letzten Läufe schlicht aus. Immerhin sollte die DN Klasse bei den olympischen Winterspielen in Salt Lake City ein Demo-Rennen hinlegen. Diese olympische Show wurde in der Klasse heiß diskutiert, bis sie schließlich auf eine andere Art aufs Eis gelegt wurde. Die Disziplin Eissegeln ist einfach für olympische und damit mediale Zwecke zu wenig planbar, meinen Experten.


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Themen: EissegelJablonskiWMZeiger

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