Farr 40 WM
WM-Bronze für "Struntje light"-Crew

Der Titel ging überraschend an John Demourkas "Groovedercis" vor Alex Roepers "Plenty". Wolfgang Schäfers "Struntje light" wurde Dritte

  • Farr 40 WM
 • Publiziert am 28.09.2015

Kurt Arigo/Rolex Das Farr-40-Feld kurz nach dem Start. "Struntje light" ist rechts im Bild zu sehen

DF/Rolex "Struntje light"

Punktgleich mit den amerikanischen Titelverteidigern auf Alex Roepers "Plenty" war John Demourkas "Groovedercis"-Crew in das finale Rennen der Rolex-Farr-40-Weltmeisterschaft vor Long Beach gestartet – und hatte das Blatt mit einem zweiten Rang tatsächlich zu ihren Gunsten wenden können, weil die Landsleute im Schlussspurt mit Rang sieben in der WM-Flotte der zehn Farr-40-Yachten aus fünf Ländern gepatzt hatten. So sicherte sich mit John Demourkas das zweitälteste Mitglied der Farr-40-Klasse elf Jahre nach seinem Einstieg nicht nur den ersten Podiumsplatz, sondern gleich das WM-Gold. Das rein amerikanische Duell um den Titel war auch eines zwischen zwei weltbekannten Taktikern: Auf der Siegerin "Groovedercis" agierte der ehemalige "Illbruck"- und America's-Cup-Taktiker John Kostecki, an Bord der Rivalin "Plenty" war kein Geringerer als der mehrfache Weltmeister und America's-Cup-Taktiker Terry Hutchinson im Einsatz. Das WM-Duell um den Titel entschied dieses Mal Kostecki zu seinen Gunsten.

Kurt Arigo/Rolex Nicht immer sonnig, aber hochkarätig ging es bei den WM-Wettfahrten vor kalifornischer Kulisse zur Sache

Auch für Wolfgang Schäfers Crew auf "Struntje light" endeten die Welttitelkämpfe mit einer Medaille. Für den Lüneburger hätte auch nach Tag zwei Schluss sein dürfen, dann da hatte sein Team die WM nach starken Einzelresultaten (4-1-2) sogar angeführt. "Heute haben wir gut gesegelt, konstant und immer in den Top Fünf", hatte an jenem Abend der italienische "Struntje light"-Taktiker und Matchrace-Könner Francesco Bruni gesagt. "Ich denke, die Starts zählen zu unseren Stärken. Am Tag zuvor war ich ein bisschen vorsichtig und habe einige Fehler gemacht; aber die waren alle menschlich. Wir machen alle Fehler. Nur hoffentlich nicht noch einmal." Am Ende waren es aber doch die nicht ganz konstanten Leistungen, die das Schäfer-Team um den durchaus möglichen WM-Titel brachten. Die "Struntje light"-Serie 1-9-6-4-1-2-9-9-2-1-8 war zwar gespickt mit drei Tagessiegen, glich aber auch einer Achterbahnfahrt durch das Klassement. In der Endabrechnung fehlten der Mannschaft nach insgesamt elf spannenden Wettfahrten nur drei Punkte zu Gold und zwei Punkte zu Silber.

Hier geht es zum Endergebnis der Farr-40-WM

Kurt Arigo/Rolex Helmut Jahns "Flash Gordon 6" segelte dieses Mal am Podium vorbei

Kurt Arigo/Rolex Kunstvoll setzte Kurt Arigo die WM für die Veranstalter in Szene


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