Silverrudder 2015
Windiger Start für 304 Solisten

Am Freitag früh beginnt für die Teilnehmer der Silverrudder Challenge die 134 Seemeilen lange Regatta rund Fünen – mit bis zu 28 Knoten Wind

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 17.09.2015

YACHT/J. Rieker Päckchenliegen in Svendborg. Von der neuen Fareast 28 bis zu GFK-Klassikern ist alles dabei

Flautenlöcher wie in den vergangenen zwei Jahren sind diesmal nicht zu erwarten. Im Gegenteil. Das mit Abstand größte Einhandrennen der Welt wird morgen von Starkwind geprägt sein. Mit 6 bis 7 Beaufort aus Südwest gerät die erste Hälfte des Rundkurses zum Mut- und Speed-Test. Erst in der Nacht soll der Wind abnehmen.

Die Veranstalter des dänischen Partnermagazins der YACHT, BådNyt, werden bei den vorhergesagten Bedingungen mit Sicherheit einen Raumwindstart vorsehen; das heißt, es wird gegen den Uhrzeigersinn von Svendborg aus rund Fünen gehen. Etwas anderes lassen die bis zu 80 Yachten starken Startgruppen im engen und bei Gegenstrom tückischen Svenborgsund kaum zu.

Auch wenn das Niveau wie die Teilnehmerzahl von Jahr zu Jahr steigt, hat die Soloregatta ihren ursprünglichen Charme behalten: als eine Art Volksmarathon, bei dem jeder mitmachen kann.

YACHT/J. Rieker Heiß: JPK 38

Das Feld ist in seiner Breite und Vielfalt einzigartig: Holz- und GFK-Klassiker nehmen ebenso daran teil wie Kohlefaser-One-Offs und von Open 60s inspirierte Hochsee-Renner. Nach X-Yachts, die von Beginn an stark vertreten waren, finden sich inzwischen viele aktuelle Serienboote – darunter Kalle Dehlers Dehler 38 "Sporthotel", Jens Quorning mit seinem neuen Dragonfly 25 oder Andreas Rohde auf der JPK 38.

Wer erst Mittwoch oder heute in den Start- und Zielhafen überführte, bekam dabei schon einen Vorgeschmack auf das Rennen. Starkwind aus Süden mit teils giftigen Böen beutelte die Solisten. Am frühen Nachmittag waren dennoch bereits mehr Boote registriert, als im Vorjahr insgesamt teilnahmen. Nur noch rund 80 GPS-Tracker lagen abholbereit in der Winterlagerhalle des Svendborger Segelclubs, die für drei Tage zum Wettfahrtbüro und Treffpunkt mutiert.

YACHT/J. Rieker Ausgabe der Tracker: Noch sind nicht alle Teilnehmer im Starthafen 

Einige Skipper bewiesen ihre Entschlossenheit, indem sie heute Trainingsschläge absolvierten. Andere sind aktuell noch auf der Ostsee unterwegs. Sie verständigten die Wettfahrtleitung, dass sie erst bei Dunkelheit eintreffen werden – eine entbehrungsreiche Taktik. Und ein Jammer – denn wer spät kommt, verpasst die vielen Gespräche am Steg, die einen Teil des Reizes des Silverrudder ausmachen.

Die Veranstalter haben aktuell 304 Anmeldungen – registriert hatten sich 330 Starter. Selbst wenn nicht alle an die Linie gehen, ist das neuer Rekord. Wie anerkannt der Solo-Event nach nur vier Jahren ist, zeigt der Einstieg der Hanseboot als Sponsor. Heiko Zimmermann, Projektleiter der Hamburger Bootsmesse, hat mit seiner First 27.7 auch gemeldet. 

Das Rennen wird im Internet live gestreamt, auch Telefon-Interviews und Videos sollen gesendet werden. Hier der Link zur Eventseite von SportsXstream , wo Freitag ab 8 Uhr die Trackingdaten auflaufen. Und hier die englischsprachige Homepage der Silverrudder Challenge 2015


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