Isaf-Segelweltcup
Wind, Bruch und Medaillen

So mancher segelte dem Teufel ein Ohr ab, wobei auch Masten von oben kamen. Dennoch gab's im Star und bei den 470ern sehr prominente Sieger

  • Dieter Loibner
 • Publiziert am 28.05.2011

Sander van der Borch Stanjek/Kleen blieben ganz, wurden aber im Medal Race disqualifiziert. Daher beendeten sie die Serie auf Platz 6

Abermals Hammerwind am IJsselmeer für die Konkurrenten bei der Delta Lloyd Regatta, die zum Isaf-Weltcup zählt. Bei den 470er-Männern holten sich gestern die Weltranglistenersten Belcher/Page (AUS) zuerst die abschließende Flottenwettfahrt, bevor sie mit einem 3. Platz im Medal Race auch den Gesamtsieg klarmachten. Silber gab es für die Griechen Kambouridis/Papadopoulos vor den Kroaten Fantela/Marenic. Die Deutschen Zepuntke/Baldewein wurden 16. Bei den Damen holten sich die holländischen Lokalmatadoren Westerhof/Berkhout Gold denkbar knapp vor den Japanerinnen Kondo/Tabata und den Brasilianerinnen Grael/Swan. Das deutsche Team Bochmann/Lorenz kam auf Rang 18.

Sander van der Borch Die Australier Belcher/Page hatten ihr Fahrzeug und die 470er-Klasse jederzeit im Griff

Der Sieg bei den Staren war eine klare Sache. Das brasilianische Duo Scheidt/Prada segelte die gesamte Woche konstant an der Spitze und gewann mit 17 Punkten Vorsprung auf die Polen Kusznierewicz/Zycki und den Vorjahressiegern Melleby/Pedersen (NOR). Die profitierten vom Pech der Briten Percy/Simpson und den Polen Grabowski//Lesinki, bei denen (wie bei einigen anderen auch) in der Schlusswettfahrt am Vormittag die Palme von oben kam, womit die Betroffenen beim Medal Race passen mussten. Die Briten konnten trotz des Missgeschicks den Lauf allerdings noch an 7. Stelle beenden, einen Platz vor Stanjek/Kleen (GER), die im Medal Race disqualifiziert wurden und deshalb gesamt „nur" den 6. Platz belegten.

Sander van der Borch Die Briten Percy/Simpson retteten sich trotz Mastbruchs als 7. ins Ziel. Glücklich sah Mr. Simpson dabei allerdings nicht aus

Im Finale des Frauen-Matchracing stehen Groeneveld (NED) nach einem knappen 3:2 Sieg über die Amerikanerin Tunnicliffe und Lehtinen (FIN), die die Chinesin Wang 3:0 schlug. Wang und Tunnicliffe stehen einander im kleinen Finale gegenüber.

Sander van der Borch Die Holländerinnen (r.) holten im Semifinale des Damen-Matchracings einen 0:2-Rückstand gegen die Amerikanerinnen auf und zogen ins Finale ein

Die Führenden in den anderen Klassen: 2.4 mR: Schmitter (NED); 49er Morrison/Rhodes (GBR); Laser: Slingsby (AUS); Laser Radial: Bouwmeester (NED); Finn: Kljacovic Gaspic (CRO); RS:X-Männer: Lee Tehoon (KOR); RS:X-Frauen: Mayaan Davidovich (ISR).

Die besten Deutschen: 2.4mR: 15. Busing; 49er 8.: Schadewaldt/Baumann; Finn: 35. Luttkus; Laser Radial: 14. Fasselt.

Heute geht es für die Top Ten in den anderen Klassen um Medaillen und für die anderen um die Ehre, in einer „Trostwettfahrt” noch den einen oder anderen Platz gutzumachen. Es soll wieder ballern, sagen die Wetterfrösche. Alle Medal Races und das Matchrace-Finale der Frauen gibt es live im 3D-Tracker auf der Eventseite .


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Themen: Delta Lloyd RegattaFrithjof KleenIJsselmeerIsaf-SegelweltcupMedemblikRobert Stanjek

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