Match Race Germany
Williams WM-Hunger noch nicht gestillt

Vier WM-Siege sind ihm noch nicht genug: Matchrace-Champ Ian Williams nimmt Kurs auf den Bodensee. Auch Vizeweltmeister Hansen hat gemeldet

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 14.03.2013

MRG/Andy Heinrich Match Race Germany 2012: Duell vor prächtiger Schlosskulisse

Das Match Race Germany segelt auch bei seiner 16. Auflage seit 1997 auf Erfolgskurs. Weltmeister Ian Williams und seine Team GAC Pindar sowie Vizeweltmeister Bjön Hansen haben bereits für das Pfingstfest unter Segeln auf dem Bodensee gemeldet. Auch der Deutsch-Pole Karol Jablonski will an alte Glanzzeiten anknüpfen und beim Match Race Germany vor Langenargen um insgesamt rund 50.000 US-Dollar Preisgeld kämpfen. "Unser Ergebnis war im vergangenen Jahr eher enttäuschend", so Jablonski. "Wir hatten die ersten vier Duelle gewonnen, doch danach lief einiges gegen uns. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr länger auf der Siegerwelle segeln können und weiter kommen."

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15 Sieger aus sieben Nationen hat Deutschlands einziger Grand Prix der Alpari World Match Racing Tour seit 1997 gekürt. Rekordsieger und Altmeister Peter Gilmour aus Australien, mit drei Siegen zwischen 2004 und 2006 lange Zeit Publikumsliebling der Fans am Bodensee und mit vier WM-Titeln auch König seiner Paradedisziplin, ist im vergangenen Jahr vom aktiven Matchrace-Segeln zurückgetreten. Segelprofi und Anwalt Ian Williams aus Großbritannien hat für diese Saison große Pläne: Er könnte mit seinem fünften WM-Titel zum erfolgreichsten Matchracer aller Zeiten aufsteigen und Stars wie Gilmour und den US-Amerikaner Ed Baird entthronen, die es auf jeweils vier WM-Siege brachten. Superstar Russell Coutts, viermaliger America's-Cup-Gewinner, errang die Matchrace-Krone dreimal.

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Der Weg zum fünften WM-Titel aber wird für Williams kein leichter sein. "Bei jedem Tour-Event werden dir neue Herausforderungen entgegengeschleudert! Wir segeln als Team auf dem Bodensee zum ersten Mal auf den großen Bavarias", sagt Williams, "wir wissen, dass wir vor einer schweren Aufgabe in anspruchsvollen Windbedingungen stehen."

Felix Kästle/MRG Mit neuer Taktik: Das Hansen Sailing Team will auch am Bodensee endlich einmal siegen

Zum Saisonauftakt in deutschen Gewässern hat sich auch das schwedische Team um Steuermann Björn Hansen angekündigt. Der Matchrace-Vizeweltmeister will seinen Ruf als ewiger Zeiter loswerden und auf den großen Bavarias 40S auf dem Bodensee endlich punkten. Bislang schied der Skandinavier bei seinen regelmäßigen Starts im Match Race Germany zu oft frühzeitig aus. Dieses Jahr soll alles anders werden.

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"Wir lieben die freundschaftliche Atmosphäre und das kenntnisreiche begeisterte Publikum am Bodensee. Deswegen kommen wir jedes Jahr wieder. Wir haben innerhalb unseres Teams lange über die Positionen an Bord der großen Bavarias gesprochen und uns entschlossen, die Aufgaben des Taktikers und die Rolle des Großsegeltrimmers voneinander zu trennen. Es liegt daran, dass der Großsegeltrimmer das 'deutsche Großsegel-System' auf den Bavarias rückwärts gerichtet trimmt. Da er das angesichts der anspruchsvollen und unbeständigen Winde auf dem Bodensee fortwährend machen muss, hat er zu wenig Zeit, sich auf Wind, Taktik und Strategie zu konzentrieren. Wenn also der Pitman auf der Kreuz die Rolle des Großsegeltrimmers übernimmt, kann sich der Taktiker auf seine strategischen Aufgaben konzentrieren. Wir wissen ja jetzt schon: Schlechter als zuletzt kann unser Ergebnis mit veränderten Positionen nicht werden."

Das endgültige Starterfeld wollen die Veranstalter im April nach Meldeschluss vorstellen. Bis dahin wird im Match Center Germany im Langenargener Gondelhafen am Infotainment-Landprogramm für Fans und Familien gearbeitet. Zum Match Race Germany werden über Pfingsten vom 15. bis 20. Mai rund 30.000 Besucher zum einzigen Grade-W-Event Deutschlands erwartet. Der deutsche Klassiker zählt zu den populärsten Sportveranstaltungen am Bodensee und wird in Kooperation mit dem Yacht-Club Langenargen ausgerichtet.


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