Helga Cup
Wie Frau zu einem Startplatz kommt

Die Stadt Hamburg hat den Helga Cup jüngst zu einem ihrer Top-Ten-Sportereignisse für 2019 gekürt. Ein neues Startplatzvergabe-System bietet viele Chancen

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert vor 2 Jahren
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Sven Jürgensen / NRV Helga Cup

Die Vielfalt und die Leistungsbandbreite der Premiere sollen bleiben. Deswegen haben die Veranstalter der Frauen-Regatta Helga Cup, deren Premiere in diesem Jahr viel Aufmerksamkeit auf sich zog, jetzt ein Startplatzvergabe-System veröffentlicht, das vielen Teilnehmerinnen Chancen bietet. 96 Mannschaften sollen für die Regatta auf der Hamburger Außenalster zugelassen werden; dann sei, so die Veranstalter, "das schönste Segelstadion der Welt restlos ausverkauft". Seit die Stadt Hamburg die neue weiblich geprägte Regatta ganz offiziell zu einem ihrer zehn wichtigen Sportevents 2019 gekürt hat, ist der Zustrom noch einmal angewachsen. Bei der Zulassung von Teilnehmerinnen setzen Helga-Cup-Initiator Sven Jürgensen und die Ausrichter vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV) auf eine "bunte Kombination aus verschiedenen Startplatzvergabeverfahren".

Zur Erinnerung an ein außergewöhnliches Regatta-Wochenende unter Seglerinnen – der Beginn einer Erfolgsgeschichte

Gewahrt werden soll der "Jederfrau-Charakter" der boomenden Segelsportveranstaltung, bei der Segelsport, netzwerken und Freude am Segeln die Eckpfeiler der Regatta bilden. Entsprechend wurden die Kriterien für die Zulassung entworfen und jetzt bekanntgegeben: Zum Helga Cup 2019 wird es eine Qualifikationsregatta geben. Partner-Clubs sollen ebenso Startplätze erhalten, wie es Wild Cards für internationale Teams geben wird. Weitere Crews können Startplätze über Online-Challenges und eine Verlosung beim Regattaworkshop im Februar ergattern. Jürgensen sagt: "Der Helga Cup lebt davon, dass er Frauen aus allen Bereichen zum Segeln bringt, und genau das wollen wir bei der Startplatzvergabe berücksichtigen."

YACHT/M. Strauch DSV-Präsidentin Mona Küppers hatte den Helga Cup 2018 besucht. Ihr Fazit: "Die Frauen werden sichtbar. Und mit dem Sichtbarwerden werden die Frauen auch selbstbewusster."

In der zeitlichen Reihenfolge und konkret bedeutet die Vielfalt dieses: Zwei Plätze werden für die beste Videobewerbung auf der boot Düsseldorf vergeben, zwei beim Regattaworkshop in Hamburg, drei über Online-Challenges, drei im Rahmen des Budweiser Budvar Cup sowie die letzten Plätze über die dem Helga Cup direkt vorausgehende Qualifikationsregatta auf der Alster. Die dafür vorgesehene Meldeliste wird am 24. März um 12 Uhr freigeschaltet. Neun Plätze stehen Partner-Vereinen zur Verfügung. "Wenn wir das alles durchhaben, dann sind wir 96 Teams, also 384 segelnde Frauen. Das wird ein Segelfest", sagt Claudia Langenhahn, Helga-Cup-Organisatorin der ersten Stunde und Mitseglerin. Schirmherrin der Regatta ist mit Senatorin Katharina Fegebank Hamburgs Zweite Bürgermeisterin.


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Themen: AlsterHelga CupNorddeutscher Regatta Verein

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