Rolex Sydney Hobart
Wie ein Schweizer Offiziersmesser

"Line Honors" für Robert Oatleys "Wild Oats XI": Der Reichel/Pugh-Maxi erreichte die Ziellinie vor Hobart zum siebten Mal als Erster

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 28.12.2013

Rolex/Daniel Forster Auf und davon: "Wild Oats XI" zum siebten Mal als Erste im Ziel des Rolex Sydney Hobart Race

Die 30,50 Meter lange silber-rote "Wild Oats XI" trägt den Spitznamen "Schweizer Offiziersmesser". Sie hat so viele teilweise modifizierte oder neu installierte Anhänge, dass sie ihre Crew um Skipper Mark Richards an ein multifunktionales Werkzeug erinnert. Das Geschoss verfügt über ein Frontruder, zwei Seitenschwerter, einen Neigekiel und ein normales Ruder am Heck. Als Neuerung war für die 69. Auflage der Langstrecke ein Horizontalschwert eingebaut worden, das bei mehr Wind unter Gennaker für Auftrieb sorgen sollte, indem es die benetzte Rumpffläche reduzierte.

Rolex/Daniel Forster Spektakulärer Start der Maxi-Yachten ins Rolex Sydney Hobart Race 2013

Das Konzept für das multitalentierte Boot ist aufgegangen: "Wild Oats XI" hat die Maxi-Konkurrenz im Langstreckenklassiker souverän abgehängt. Die australische Rekordjägerin des Weinhändlers und Milliardärs Robert Oatley war so schnell, wie es die teilweise flauen Winde erlaubten, die keine neuen Rekordzeiten zuließen. Das Reichel/Pugh-Design aus dem Jahr 2005 erreichte die Ziellinie des Rolex Sydney Hobart Race zum siebten Mal als erste Yacht und setzte sich dabei eindrucksvoll von der Maxi-Konkurrenz ab. Skipper Mark Richards und seine von America's-Cup-Seglern wie Ian Burns oder Robby Naismith verstärkte Crew absolvierten den 628 Seemeilen langen Kurs von Sydney nach Hobart mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 11,6 Knoten in 2 Tagen, 6 Stunden, 7 Minuten und 27 Sekunden. Im Vergleich dazu hatte "Wild Oats XI" bei ihrer Rekordfahrt 2012 einen Schnitt von 14,8 Knoten erreicht.

Rolex/Daniel Forster "Wild Oats XI" im Rolex Sydney Hobart Race 2013

Der Hamburger Kaufmann Jens Kellenhusen und seine Ker 51 "Varuna" hatten am Samstagmorgen noch 120 Seemeilen bis ins Ziel zu segeln. Die mit Profis wie dem spanischen Weltumsegler Guillermo Altadill als Navigator, Volvo-Ocean-Race-Segler Luke Malloy sowie Soling-Weltmeister und America's-Cup-Trimmer Hartwell Jordan verstärkte Crew kämpfte bei ihrem Endspurt als Nummer zwei in der IRC-Wertung noch um den Klassensieg und wird nach vorläufigen Berechnungen in der Nacht zum Sonntag als neunte Yacht in Hobart erwartet.

Rolex/Daniel Forster "Varuna"-Eigner Jens Kellinghusen aus Hamburg


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Themen: Jens KellinghusenRobert OatleyRolex Sydney Hobart RaceVarunaWild Oats

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