Minitransat
Wenn der große Traum zur Tortur wird

Das Minitransat erweist sich für Dominik Lenk als dornig. Doch er gibt auch nach dem zweiten Reparaturstopp nicht auf. Ein einsamer Kampf

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 09.11.2015

Minitransat/Jacques Vapillon Frédéric Denis und seine "Nautipark" führen das Feld mit Kurs auf Guadeloupe an

Die letzten 1000 Seemeilen bis ins Ziel laufen: Die schnellsten Proto-Skipper hatten am Montagmorgen im Schlusspurt des Minitransats nur noch 800 Seemeilen bis in den Zielhafen der zweiten und letzten Etappe zu segeln. Doch immer noch gilt es, eine Distanz in der dreifachen Größe der Biskaya zu absolvieren. An der Spitze des Feldes raste Frédéric Denis mit seiner "Nautipark" der Ziellinie vor Pointe-à-Pitre mit zehn Knoten Geschwindigkeit entgegen. Nur zwölf Seemeilen hinter dem Franzosen lauerte Michele Zambelli auf "Illumia" auf eine Überholchance. Mit 16,6 und 28,6 Seemeilen Rückstand segelten Ludovic Mechin ("Micovitae") und Luke Berry ("Association Reves") in Schlagdistanz zum Spitzenreiter. Bis zum siebtplatzierten Axel Trehin ("Aleph Racing") betrugen die Rückstände auf Frédéric Denis nur bis zu 44,6 Seemeilen.

Jacques Vapillon/Minitransat Iles de Guadeloupe 2015 Dominik Lenk

Erstmals gaben die Veranstalter des Transatlantik-Klassikers mit dem 12. November auch einen möglichen Ankunftstag der Besten an. Für Dominik Lenk wird der Törn allerdings deutlich länger dauern. Der Hamburger Grafiker hatte auf den Kapverden erneut einen Reparatur-Stopp einlegen müssen, konnte die Regatta allerdings schnell wieder aufnehmen. Auf Platz 14 jagt Lenk nun als Letzter im Klassement der noch segelnden Proto-Skipper dem Feld mit rund 1100 Seemeilen Rückstand auf die Spitzengruppe hinterher. Bis ins Ziel hat Lenk mit dem reparaturanfälligen drittältesten Prototypen der Flotte noch knapp 2.000 Seemeilen zu absolvieren und muss sich auf eine einsame Überquerung des Atlantiks einstellen.

Jacques Vapillon/Minitransat Kämpft nach zwei Reparaturstopps um Anschluss an die enteilte Proto-Flotte: Dominik Lenk

Minitransat/Jacques Vapillon Julien Pulve und "Novintiss" liegen bei den Serienbooten in Führung

Gleichzeitig näherte sich in der Flotte der Serienboot-Skipper der führende Julien Pulve am Montagmorgen den letzten 1000 Seemeilen bis ins Ziel. Mit 9,7 Knoten segelte der Franzose mit seiner "Novintiss" auf Kurs Guadeloupe. Nur knapp neun Seemeilen dahinter machte Ian Lipinski mit seiner "Entreprise(s) Innovante(s)" weiter Druck, war allerdings einen Knoten langsamer. Um Platz drei kämpften Tanguy Le Turquais ("Terréal"), Edouard Golbery ("Les Enfants du Canal") und Edwin Thibon ("Cœur Fidèle"). Alles drei Skipper haben unter 100 Seemeilen Rückstand auf Julien Pulve.

Jacques Vapillon/Minitransat Iles de Guadeloupe 2015 Chris Lükermann

Der Münchner Chris Lükermann auf "CA Technologies" hatte am Montagmorgen noch rund 1500 Seemeilen bis ins Ziel zu absolvieren. Sein Rückstand auf die Spitzenreiter betrug etwa 500 Seemeilen. Auf Platz 38 von 43 noch im Rennen verbliebenen Serienboote segelte am Montagmorgen der Hamburger Unternehmer Jan Heinze mit seiner "Lonestar" dem Ziel mit 5,9 Knoten Geschwindigkeit entgegen. 1600 Seemeilen vor Zieldurchgang hatte Heinze knapp 600 Seemeilen Rückstand auf die führenden Boote.

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Themen: Chris LükermannDominik LenkGuadeloupeJan HeinzeMinitransat 2015

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