Barcelona World Race
Warten auf den Winddreher

Mit "Hugo Boss"ist jetzt auch der letzte der 14 Open 60 im Atlantik. Alle segeln gegen hohe See Kurs West

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 06.01.2011

GRIB.US Backstagsbrise? Der Wind sollte im Lauf des Tages von SW

Kito de Pavant spricht nicht von Rennen, sondern von "Rodeo". Und so fühlt es sich für die Crews auch an. Zunehmende See aus Nordwest auf Amwind-Kurs. Kein Spaß. Aber bald wird es besser. Boris Herrmann segelt an 5, aber unter Druck von gleich vier Verfolgern.

Auf Bedingungen, für die ihre Boote optimiert sind – schnelle Gleitfahrt mit Wind von achtern –, warten die Teilnehmer am Barcelona World Race auch nach sechs Tagen auf See noch.

Erst Flaute, jetzt Amwind-Knüppeln gegen zunehmend hohe Welle aus West bis Nordwest. Bis zu vier Meter hoch könnten sie werden, sagt Wetterrouter Marcel van Triest. Doch dann sollte eine Kaltfront den erhofften Dreher von Südwest auf West, später sogar Nordwest bringen.

Alle Crews segeln diesem Dreher entgegen und sind so weit vom direkten Kurs abgekommen. Die Führenden, "Virbac-Paprec 3" und "Foncia", standen heute früh schon unweit Madeira.

FNOB Umzingelt! "Neutrogena" mit dem Deutschen Boris Herrmann an Bord (rot) hat vier Konkurrenten in unmittelbarer N

Boris Herrmann und Ryan Breymaier auf "Neutrogena" konnten sich in der Nacht auf Position 5 behaupten. Allerdings nur knapp vor vier anderen starken Teams: "Mapfre", "President", "Gaes" und "Groupe Bel". Heute Morgen um 4.30 Uhr MEZ trennten sie gerade mal fünf Seemeilen!

Dee Caffari von "Gaes" (Ex-"Aviva") beschrieb die letzten Tage so: "Wir haben die Straße von Gibraltar sehr müde und erschöpft verlassen und gestern genutzt, um uns zu erholen. Tatsächlich mal eine ganze Freiwache durchzuschlafen, ohne rausspringen und bei Segelwechseln oder Manövern helfen zu müssen, war großartig. Es ist eine holprige Fahrt mit dem zunehmenden Schwell. Aber das bleibt nur heute so, dann hoffen wir, nach Süden wenden zu können."

FNOB Land querab: "Virbac-Paprec" (blau) f

Einen guten Lauf hatten in der Nacht Michel Desjoyeaux und François Gabart (2.). Sie konnten konstant mehr Höhe laufen als "Virbac-Paprec 3" und ihren Rückstand fast halbieren auf nur noch 29 Seemeilen. Spannung überall also: an der Spitze ebenso wie im starken Mittelfeld.

Zum Tracker des Barcelona World Race hier klicken. Nächstes Update gegen 10.30 Uhr MEZ


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Themen: AtlantikBarcelona World RaceBoris HerrmannFonciaGaesGaesGaesGaesHugo Bossmarcel van triestNeutrogenaRyan BreymaierVirbacVirbacVirbacVirbacVirbacVirbac

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