Regatta
Warnemünder Woche startet verspätet

Nachdem zunächst Nebel jede Wettfahrt vereitelte, wurde gestern endlich gesegelt. Einige Klassen mussten ihre Besten im Eiltempo ermitteln

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 09.07.2012

Warnemünder Woche/P. Hartmann Malte Winkel und Till Zarntcke im 470er

Der erste Segeltag hat der 75. Warnemünder Woche am Sonntag die ersten Sieger auf dem Treppchen beschert. Möglich gemacht hat es eine ausgesprochene „Schönwetterlage“, wie die Veranstalter erleichtert berichten. Temperaturen bis zu 25 Grad und ein strahlend blauer Himmel hoben die Laune der Segler und Besucher, die sich einen Tag lang hatten gedulden müssen, bevor der erste Startschuss fiel. Am Vortag waren alle Wettfahrten wegen Nebels abgesagt worden.

Allerdings wehte gestern Morgen nur ein laues Lüftchen. Auf den östlichen Bahnen konnten die Wettfahrten zuerst gestartet werden. Weiter westlich benötigte der Seewind etwas länger, um sich aufzubauen und Wettfahrten zu ermöglichen. So blieb einigen Bootsklassen nur wenige Stunden, um einen Sieger zu küren.

Bei der Ranglistenregatta der 470er waren Malte Winkel vom Schweriner Yachtclub (Steuermann) und Till Zarntcke vom Segelsportverein Hohen Viecheln e.V. (Vorschoter) zunächst erfolgreich mit zwei ersten Plätzen. Sie mussten aber nach einer Protestverhandlung den Platz auf dem Siegertreppchen für die Mannschaft um Anette Patrunky und Frank Thieme aus Berlin freimachen. Am Ende hatten drei Teams auf dem ersten Platz dieselbe Punktzahl.

Bei den 505ern kamen ebenfalls insgesamt nur zwei Wettfahrten zustande. Am Start waren 18 Boote. Lennart (22) und Frederik (23) Tasche aus Gronau in Nordrhein-Westfalen belegten zwei erste Plätze und holten den Sieg. Seit vielen Jahren sind die Brüder Teilnehmer der Warnemünder Woche, unter anderem im 420er. Siegpreis war zur großen Freude übrigens ein Grill. Lutz Stengel und Arne Lanatowitz vom Rostocker Yachtclub wurden Dritte.

Die zwölf ZK-10-Kutter segelten vier Wettfahrten. Die beste Platzierung aus Mecklenburg-Vorpommern erreichte Malte Sauerbrey (SSV Rostock) mit seinem Team, bestehend aus drei weiteren Männern und zwei Frauen. Sauerbrey mit Boot „Habakuk II“ ist Warnemünder, wurde 2011 Deutscher Meister und blickt auch dieses Jahr auf eine erfolgreiche Saison zurück. „So schönes Wetter und so wunderbare Segelbedingungen haben wir sonst selten auf Regatten. Beim nächsten Mal würden wir uns wünschen, ein wenig dichter unter Land zu segeln, damit wir gesehen werden und vielleicht unsere Nachwuchsprobleme loswerden.“ Gewinner des Wanderpokals wurden Joachim Engbers und sein Team auf dem Kutter „Preussen“ aus Berlin.

„Nach den zwei Up&Down-Wettfahrten haben wir uns im Sinne der Segler für eine dritte entschieden, diese war dann der Ersatz für den gestern ausgefallenen Warnemünde-Cup“, sagt Hauptwettfahrtleiter Uli Finckh am Abend. 49 Boote nahmen teil, beim Warnemünde-Cup gingen anschließend noch 39 Crews an den Start.

Insgesamt tummelten sich am Sonntag rund 660 Sportler auf dem Wasser. Gestartet sind gestern auch die Internationalen Deutschen Meisterschaften im OK. Nach zwei Wettfahrten führt André Budzien vom Schweriner Yacht-Club. Heute geht es im OK weiter und auch in der Soling, auf dem BIC Techno und mit den Kuttern. Die Starts erfolgen ab 11 Uhr. Und um 13 Uhr beginnt die Langstreckenregatta Hanseboot rund Bornholm.

Alle Ergebnisse unter www.warnemuender-woche.com .


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