Nord Stream Race
Vollgas-Start für die Swans

Die Swan-60-Flotte des Nord Stream Race ist unterwegs. Nach einer Startverschiebung erlebten die Crews einen imposanten Ritt durch die Förde

  • Bendix Hügelmann
 • Publiziert am 17.09.2013

onEdition Gold am Ende des Regenbogens? Spitzer Reachgang für die Swan-60-Yachten aus der Flensburger Förde

Die zweite Hälfte der Nord-Stream-Race-Flotte ist unterwegs. Nach einer Startverschiebung von 12:30 auf 16:00 Uhr konnte die Flotte der fünf baugleichen Swan-60-Yachten erfolgreich auf die Jagd nach St. Petersburg entlassen werden. Grund für die Verzögerung war ein Vorstagsdefekt an Bord der russischen Yacht "Bronenosec". Die verbliebenden vier Crews beschlossen einstimmig, dass es besser sei, den Start zu verschieben, um gemeinsam ins Rennen zu gehen; das russische Boot hätte sonst einen großen Rückstand als Hypothek tragen müssen.

Startschuss bei norddeutschem Schietwetter

Als die Yachten sich auf der Startlinie aufreihten, wehten Regenschauer mit bis zu 25 Knoten Wind über die Flensburger Förde. Nach einer kurzen Startkreuz stiegen die Gennaker, und die 20-Tonnen-Schwäne rauschten unter Volllast Richtung Pappelallee. Nach 24 Stunden im Rennen liegt das Swan-Feld immer noch sehr eng beisammen: Die Yachten haben Bornholm südlich passiert und positionieren sich nun für die zweite Nacht entlang der direkten Kurslinie. Die Vorhersagen für die kommende Nacht sagen dabei leichte, umlaufende Winde voraus. Wie so oft wird es von daher heißen: Speed is king. Nur wer fährt, hat eine Chance, Schwerstarbeit für die Navigatoren. Es bleibt abzuwarten, ob die Flotte beisammenbleibt oder ob es Ausbrüche unter die polnische Küste geben wird.

"Outsider" auf und davon

Ungefähr 180 Seemeilen weiter nordöstlich ist unterdessen der Kampf unter den ORC-Yachten um Rang zwei entbrannt. Während "Outsider" in einer anderen Liga segelt und kaum mehr als 150 Seemeilen bis zur Ziellinie vor dem Bug hat, liegen die restlichen vier ORC-Yachten dicht beieinander. Angeführt wird der Verfolger-Pulk von der russischen "Blagodarnost 2", einer Elliott 45, und der ehemaligen "Outsider". Zwar segeln die Yachten derzeit in frischerem Wind als die führende "Outsider" – dass der Vorsprung von 175 Seemeilen für die verbleibende Distanz nicht ausreicht, um berechnet den Sack zuzumachen, ist aber unwahrscheinlich.

YACHT/Yellobrick Das aktuelle Renngeschehen. Während "Outsider" bereits im Golf von Helsinki vor dem Wind kreuzt, sind die verbliebenen vier ORC-Yachten relativ dicht beieinander. Die Swan 60 stehen auf Höhe Bornholms

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