Regatta-News
"Virbac" zu Hause

Vendée-Globe-Skipper in spe Jean-Pierre Dick nach Odyssee in La Rochelle

  • Matthias Beilken
 • Publiziert am 09.01.2004

Das Transat Jacques Vabre von Le Havre nach Brasilien haben der Franzose "JP" (37) und sein Mitsegler Nicolas Abiven (37) mit Pauken und Trompeten gewonnen. Doch bei der Rückregatta "Défi Atlantique" verlor der einhand segelnde Dick das Rigg seines Bruce-Farr-Neubaus.

Das war am 10. Dezember. Da hatte Dick noch Hoffnung, das Rennen unter Notrigg zu beenden. Doch dessen Regeln besagen, dass ein Boot zehn Tage nach Einlaufen des Siegers (im Fall der Défi war das Mike Golding) einlaufen muss, um nicht ausgeschlossen zu werden. Seitdem ist eine lange Zeit vergangen. "Virbacs" Gegner aus dem Rennen haben mittlerweile Weihnachtsbäume geschmückt, sie wieder abgebaut und Silvesterraketen abgefeuert.

Fast 2100 Meilen segelte "Virbac" noch während der Feiertage mehr schlecht als recht unter notdürftig gezurrten Spieren. "Ich hätte nicht gedacht, dass das so lange dauern wird", sagt der für die Vendée Globe favorisierte Skipper Jean-Pierre Dick. Sein Problem: Obwohl "Virbac", das erste Open-60-Design von Bruce Farr, sich als äußerst schnell erwiesen hat, darf es bei der Vendée Globe noch nicht starten. Ihm fehlt noch eine Ozeanüberquerung allein mit seinem Skipper - im Rahmen eines Rennens. Das nächste offiziell als Qualifikation ausgeschriebene Offshore-Race ist das "Transat" von Plymouth/England nach Newport/USA (das ehemalige Ostar). Und das startet am 31. Mai 2004. Eigentlich dürfte dem Favoriten kein Bruch dazwischen kommen. Aber wissen kann er es nicht.

Das Gute an Dicks Odyssee: Die Fähigkeit, ein Boot auch unter widrigen Umständen ans Ziel zu bringen - ultimatives Ziel jeden Offshore-Seglers - wird "JP" nun niemand mehr absprechen.


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Themen: Jean-Pierre Dick

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