Sailing World Cup
"Verrückter" Auftakt vor Miami

Die erste Weltcup-Regatta in diesem Jahr überraschte zum Auftakt mit stürmischen Winden und wilder See. Lutz/Beucke und Buhl stark gestartet

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 27.01.2015

US Sailing Harte Arbeit zum Auftakt des Isaf Sailing World Cup vor Miami: Die 470er-Flotte im Kampf mit den Elementen

Kieler Woche/okpress Tina Lutz und Susann Beucke trotzten den stürmischen Auftaktbedingungen vor Miami im 49er FX

Der Blick auf die Ergebnisliste der 49er-FX-Seglerinnen nach dem ersten Tag bei der Weltcup-Regatta vor Miami verrät es sofort: Da muss es hoch hergegangen sein. Nur acht Boote haben das einzige Rennen des Tages beenden können. Darunter die deutschen Seglerinnen Tina Lutz und Susann Beucke. Alle anderen der insgesamt 40 gemeldeten weiblichen Highperformance-Crews haben entweder das Zeitlimit verpasst oder aufgegeben. Dafür haben sehr starke und böige Winde und die ruppigen Wellen in der Biscayne-Bucht gesorgt. "Der Tag war verrückt", berichtete Susann Beucke, "wir hatten es mit sehr starken Winden bis 27 Knoten und einer aufgewühlten See zu tun. Das waren noch nicht die Schokoladenbedingungen für eine FX-Flotte. Wir hatten Glück, dass wir das Ziel innerhalb des Zeitlimits erreicht haben und Fünfte geworden sind."

Mark Lloyd/Oman Sail Hat im Winter hart für seine körperliche Fitness trainiert: Philipp Buhl ist stark in die Weltcup-Regatta gestartet

Während sich Lutz/Beucke über den gelungenen Auftakt unter sehr anspruchsvollen Bedingungen freuten, startete auch der WM-Vierte Philipp Buhl stark in die Weltcup-Regatta. Der Sonthofener Sportsoldat eröffnete die sechstägige Serie mit einem siebten und einem zweiten Rang, liegt damit zunächst auf Platz sieben – mittendrin in der Gruppe der Olympiasieger, Welt- und Europameister. Die Führung hat in der mit 103 Booten stärksten Weltcup-Flotte der Lasersegler zunächst der Brasilianer Bruno Fontes vor dem Neuseeländer Andy Maloney und dem neunmaligen Weltmeister Robert Scheidt übernommen.

So durchwachsen wie das Wetter war, eröffneten die 49er-Europameister Erik Heil und Thomas Plößel die Regatta. Das Duo vom Norddeutschen Regatta Verein stieg mit Rang vier stark ein, sackte dann aber nach den Rängen zehn und 20 zunächst auf Platz 18 zurück. Auch der Olympiavierte Toni Wilhelm konnte mit seinem Einstieg nicht zufrieden sein: Der Schwarzwälder RS:X-Surfer kam mit den Rängen 8, 5, 11 zunächst nicht über Platz 18 hinaus.

Die deutschen Laser-Radial-Steuerfrauen hatten ebenfalls mit den Bedingungen zu kämpfen und müssen am Dienstag von den Plätzen 19 (Lisa Fasselt) und 22 (Europameisterin Svenja Weger) angreifen. Etwas bessere Ausgangspositionen haben sich die deutschen 470er-Herren verschafft: Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski sind nach dem ersten Regattatag Zehnte, Julian und Philipp Autenrieth liegen nach zwei Wettfahrten auf Platz elf. Der junge deutsche Nacra-17-Nachwuchs schlug sich im Feld von 45 Katamaran-Mixed-Crews wacker: Paul Kohlhoff/Carolina Werner und Jan Hauke Erichsen/Lea Spitzmann platzierten sich nach den ersten beiden Rennen auf den Plätzen 18 und 19. In den Disziplinen 470er Frauen, RS:X Frauen und im Finn-Dinghy sind keine deutschen Teams am Start. Die insgesamt zweite Regatta der laufenden Weltcup-Saison und die erste in diesem Jahr endet am 31. Januar mit den Medaillenrennen.

US Sailing Ungewöhnlich aufgewühlt: Die Bucht von Bicayne stellte die Starter im Isaf Sailing World Cup vor Miami am ersten Tag vor anspruchsvolle Aufgaben


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Themen: Erik Heil/Thomas PlößelIsaf Sailing World CupMiamiPhilipp BuhlSvenja WegerTina Lutz/Susann BeuckeToni WilhelmWeltcup

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