Regatta-News
Velux 5 Oceans: Insekt zeigt Ost-Wind an

Wegen einer Heuschrecke an Bord von “Pakea” vermutet Unai Basurka Wind vor Afrika

  • Jan Plagmann
 • Publiziert am 16.11.2006

Unzufrieden ist Sir Robin Knox-Johnston mit den Wettervorhersagen seiner Technologie an Bord der “Saga-Insurance”. Während er über den Einsatz eines Sextanten nachdenkt, zeigt der Oldie sich beeindruckt von der Rennstrategie des Spaniers Basurka.

An Bord der “Pakea” vernaschte, wie Skipper Basurka berichtete, ein Raubvogel eine Heuschrecke. “An den Gebeinen hatte der Vogel allerdings kein Interesse”, erzählte Basurka weiter. Diese flogen dem Steuermann prompt ins Gesicht. Später schlussfolgerte er, dass, wenn sich so weit vor den Küsten Afrikas Heuschrecken befinden, dort wohl starke Ostwinde wehen müssen.

Seine Geschwindigkeit von gut 10 Knoten geben ihm Recht. Seit Tagen steuert der Spanier einen östlicheren Kurs als die Konkurrenten und kommt Graham Dalton (6,3 Knoten) langsam, aber stetig näher. Die beiden trennen nur noch 58 Seemeilen voneinander. 24 Stunden zuvor waren es noch 70 Seemeilen.

Indes zeigte sich Sir Robin Knox-Johnston beeindruckt von Basurkas Fähigkeiten, Wind aufzuspüren. Er selbst wünscht sich einen Sextanten und macht seiner Unzufriedenheit mit den technologischen Geräten an Bord der “Saga-Insurance” Luft: “Ich möchte nicht revolutionär sein, dennoch fange ich an, Probleme mit dem technischen Fortschritt zu bekommen. Wenn ich an meine Reise vor 38 Jahren mit der ‚Suhaili‘ denke, erkenne ich die heutzutage größeren Möglichkeiten, mit der Außenwelt kommunizieren zu können. Allerdings erkenne ich auch unsere Abhängigkeit von der Elektrizität. Funktioniert diese nicht, sind wir oft aufgeschmissen.”

Der Oldie ist nach den notwendig gewordenen Reparaturen wieder mit normaler Geschwindigkeit unterwegs. Dem Äquator segelte er heute Morgen gegen 5:32 Uhr mit 9,3 Knoten entgegen, liegt aber weiterhin 2443 Seemeilen hinter dem führenden Stamm auf Platz fünf im Rennen.

Zwischenstand im Klassement beim Velux 5 Oceans
Stand: 16.11. 5:32 UTC

1. Bernard Stamm, “Cheminées Poujoulat”, Distanz zum Ziel (DzZ): 5696 Seemeilen
2. Mike Golding, “Ecover”, Distanz zum Führenden (DzF): 789 Seemeilen
3. Kojiro Shiraishi, “Spirit of Yukoh”, DzF: 867 Seemeilen
4. Alex Thomson, “Hugo Boss”, DzF: 1099 Seemeilen
5. Sir Robin Knox-Johnston, “SAGA Insurance”, DzF: 2443 Seemeilen
6. Graham Dalton, “A Southern Man-AGD”, DzF: 2541 Seemeilen
7. Unai Basurko, DzF: 2599 Seemeilen


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Themen: EventsRegattaVelux 5 Oceans

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