Regatta-News
Velux 5 Oceans: Galgenfrist für Shirashi

Der Japaner Kojiri Shirashi meint seit Tagen, den Atem Mike Goldings im Nacken zu spüren. Das Überholmanöver des Briten aus „Ecover“ sagte er bereits für gestern voraus – er liegt jedoch immer noch auf Platz zwei.

  • Matthias Beilken
 • Publiziert am 09.11.2006

„Wir segeln jetzt im selben Windfeld wie Mike, und ‚Ecover’ ist schneller. Wir haben keine Chance“, meinte der bescheidene Japaner gestern.

Weil Bernard Stamm fast uneinholbar rund 360 Meilen vor dem japanisch-englischen Duo führt, spielt sich der derzeit spannendste Kampf hinter ihnen ab. Alex Thomsons „Hugo Boss“ liegt an vierter Stelle und ist das nächste Boot des Feldes, das die südliche Hemisphäre erreichen wird.


„Hugo-Boss“-Skipper Alex Thomson segelt noch in unsteten Winden nördlich des Äquators. Er hat mit Böen zu kämpfen, und gestern Nacht geriet er darüber hinaus in ein Gewitter. „Obwohl 45 Knoten stark, war der Wind nicht wirklich das Problem“, berichtet er nach zweitägiger Funkstille. „Was mir wirklich Angst gemacht hat, waren die Blitze. An Deck des besten elektrischen Leiters weit und breit zu stehen und Blitze eine Meile von mir in die See krachen zu sehen hat mir glaub ich mehr Angst eingejagt, als ich seit langem gehabt habe.“

Die Reihenfolge der Yachten in Thomsons Kielwasser entsprechen in etwa der, mit der die Yachten aus ihren Nothäfen in der Biskaya ausgelaufen sind: Knox-Johnston, Dalton, Unai. Sie stehen in der Nähe der Kanarischen bzw. der Kapverdischen Inseln.


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Themen: oceansVelux

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