Youth America's Cup
"Unsere Jungs sind zu stark"

All in Racing: Das deutsche Team für den Youth America's Cup trainiert erstmals vor San Francisco auf dem Ex-Boot von Team Korea

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 14.08.2013

AIR/Jens Hoyer Schwarz-rot-gold glänzt das Segel: All in Racing beim Training vor San Francisco

18 Tage vor dem ersten Startschuss zur Premiere des Youth America's Cup (YAC) hat sich die deutsche Mannschaft um Skipper Philipp Buhl und Steuermann Erik Heil bereits in San Francisco versammelt und das Training aufgenommen. Die deutschen Sieger der Vorqualifikation bekamen von den Veranstaltern mit dem ehemaligen Katamaran von Team Korea das erste Boot zugewiesen, das in der AC45-Klasse jemals gebaut wurde. Damit segelte das Team erstmals am Montag, musste jedoch am Dienstag zunächst wieder pausieren. "Wir sind vorgestern drei Stunden gesegelt", berichtete Philipp Buhl, "danach aber mussten wir unser Boot an die Veranstalter zurückgeben, die mit damit zu Demonstrationszwecken eine Kenterung durchführten. Danach stand es am Dienstag wieder – ohne Segeleinheit für uns – zur Wartung an Land. Am Mittwoch konnten wir wieder segeln."

G.-M. Raget/americascup.com Er hat mit Erik Heil und dem Team All in Racing um diese Teilnahme am Youth America's Cup gekämpft: Philipp Buhl aus Sonthofen

Die ersten Tage war die junge Mannschaft mit Philipp Buhl, Erik Heil, David Heitzig, Max Boehme, Michael Seifarth, Max Kohlhoff und Justus Schmidt vor allem mit logistischen Aufgaben beschäftigt. Der erst vor einer Woche angeheuerte britische Profitrainer Mark Bulkeley hatte seinen Einsatz für All in Racing aufgrund der frühzeitigen Geburt seiner Tochter kurzfristig wieder absagen müssen. "Gesehen haben wir noch nicht so viel. Die Veranstaltung läuft zwischen den Piers 30, 23, 19 und 29. Dazwischen pendeln wir hin und her. Jeden Tag von morgens bis abends. Wir stehen jeden Morgen um 7 Uhr auf. Auf dem Programm stehen Krafttraining, Bootsbau, Organisatorisches wie das Kümmern um Mietwagen, Unterkunft, Einkaufen und viele weitere Tätigkeiten, um die sich ein Trainer sonst kümmern würde."

Ihr Boot hat die Crew nach der ersten Sicherheitseinweisung schon recht gut im Griff. Nur am ersten Tag hatte sich ein kleiner Fauxpax eingeschlichen. Buhl berichtete: "Wir haben das Boot aufgebaut, getuned und dabei auch teilweise kaputtgemacht, als wir beim Trampolinspannen die Halterung herausgerissen haben. Einfach zu stark, unsere Jungs…"

Die viertägige Premiere des Youth America's Cup beginnt am 1. September und wird im Cup-Revier von San Francisco ausgetragen. Am Start sind neben den Qualifikanten, die sich in der Vorserie zu Jahresbeginn durchsetzen konnten, auch Nachwuchsmannschaften der aktuellen America's-Cup-Teams. Deswegen hat sich All in Racing realistische Ziele gesteckt. Buhl sagt: "Wir möchten mindestens bestes Team der Nicht-Cup-Mannschaften werden."


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Themen: AC 45AirAll in RacingErik HeilPhilipp BuhlSan FranciscoYACYouth America's Cup

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